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Pädagogen zu Impfplan: „Säule der Gesellschaft einfach ignoriert“

Nach den Lehrern kritisieren auch die Kindergartenpädagogen den Impfstopp. Sie fühlen sich bei ihrer Arbeit mit Kleinkindern besonderen Risiken ausgesetzt.

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Auf Abstand zu gehen, ist im elementarpädagogischen Bereich sehr oft nicht möglich.
© iStockphoto

Von Michaela S. Paulmichl

Innsbruck – Die Zurückstellung bei den Corona-Impfungen hat für einige Kindergartenpädagogen offensichtlich das Fass zum Überlaufen gebracht: „Es ist schon sehr irritierend, wie eine wichtige Säule der Gesellschaft einfach ignoriert wird. Der elementarpädagogische Bereich wird permanent hintangestellt. Nicht nur dass wir nicht zu den systemrelevanten Berufen zählen, jetzt werden wir auch noch bei den Impfungen hintangereiht“, sagt die Leiterin eines Kindergartens aus dem Bezirk Land. Sie will nicht genannt werden, um „mit der Gemeinde keine Probleme zu bekommen“. Doch fühlt sie sich von vielen anderen Kindergartenleitungen in ihrer Einschätzung bestätigt, in deren Namen sie spricht.

Die Elementarpädagogen seien seit Beginn der Pandemie einem besonders hohen Risiko ausgesetzt: Zu oft müssen sie den Kindern sehr nahe kommen, wenn diese ihre Hilfe brauchen, „das ist anders gar nicht möglich“. Die Einstufung als „nicht systemrelevant“ schmerzt deshalb ganz besonders: „Was würden die Eltern ohne offene Kindergärten machen?“


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