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Alexandra Wachter kämpft für Frauenrechte: „Die Politik muss nachschärfen“

Die Tiroler Journalistin Alexandra Wachter setzt sich aktiv für Frauenrechte und Gleichstellung ein, in ihrer Arbeit bei Puls 4, aber auch abseits davon. Ein Gespräch über Schieflagen und blinde Flecken der Medien.

Im Einsatz für Frauenrechte: Alexandra Wachter engagiert sich seit Jahren im Frauennetzwerk Medien.
© Thomas Böhm

In Ihrem Job als Journalistin und außerhalb setzen Sie sich für Frauenrechte ein, sprechen über die Situation der Mütter. Sie erwarten Ihr zweites Kind, gibt es die Frag­e Karriere oder Kind?

Alexandra Wachter: In meinen Augen geht Karriere und Kind. Die Frage „Wie machst du das mit den Kindern?“ wird aber den Frauen gestellt, das ist problematisch, weil das tradierte Rollenbilder aufzeigt, in denen die Frau für die Kindererziehung zuständig ist. Pro Tag leisten Frauen 266 Minuten Pflegearbeit, Hausarbeit, Männer nicht einmal die Hälft­e – das war schon vor Corona so. Frauen haben als­o weniger Zeit für den Beruf, verdienen weniger, haben ein hohes Risiko für Alters­armut. Dessen muss man sich bewusst sein, wenn man sich gegen den Beruf entscheidet.

Wie kann man das Risiko entschärfen?


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