Bayern gewinnen bei Leipzig dank Goretzka-Tor

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Der FC Bayern München hat Verfolger RB Leipzig auch ohne Weltfußballer Robert Lewandowski abgehängt und kann die 31. deutsche Meisterschaft langsam einplanen. Der Rekordchampion setzte sich am Samstagabend im Bundesliga-Spitzenspiel bei den Sachsen mit 1:0 (1:0) durch. Der Vorsprung beträgt nun bei noch sieben Saisonspielen schon sieben Punkte. Unterdessen kamen Wolfsburg und Frankfurt, die beiden Clubs mit österreichischen Trainern, dem Champions-League-Ticket immer näher.

Leipzig startete mit mehr Ballbesitz und den besseren Chancen in das Match. Ein Schuss von Kapitän Marcel Sabitzer in der 19. Minute flog über das Tor. Bald danach bekamen die Bayern mit David Alaba als Abwehr-Kommandant aber Übergewicht, in nächster Konsequenz erzielte Leon Goretzka (38.) nach Vorlage von Thomas Müller das 1:0. Mit einem Seitfallzieher machte Sabitzer in der 49. Minute dann wieder auf sich aufmerksam. Trotz zahlreicher Angriffe konnte das Team von Trainer Julian Nagelsmann die Bayern-Abwehr aber nicht knacken.

Auch ohne den verletzten Goalgetter Robert Lewandowski bewiesen die Münchner brutale Effizienz. Für die Bayern war es das 62. Pflichtspiel nacheinander mit einem Tor (deutscher Rekord), für Goretzka der dritte Treffer in den vergangenen vier Partien. Nagelsmann räumte danach ein, dass die Meisterschaft nicht mehr erreichbar sei. „Wir spielen eine gute Saison, die müssen wir so weiterspielen - auch wenn die erste Chance auf einen Titel weg ist“, sagte der 33-Jährige im Sky-Interview. „Natürlich muss man das kurz sacken lassen, das ist - glaube ich - ganz normal, wenn im Leben ein Ziel weg scheint.“

Die von Oliver Glasner trainierten Wolfsburger setzten sich mit Xaver Schlager gegen Köln 1:0 (0:0) durch, haben bereits elf Punkte Vorsprung auf Platz fünf, den Borussia Dortmund belegt. Der BVB unterlag Adi Hütters Frankfurtern zuhause 1:2 (1:1) und liegt sieben Zähler hinter der viertplatzierten Eintracht, die erneut mit Stefan Ilsanker antrat. Bayer Leverkusen profitiert von der BVB-Niederlage und zog dank des 2:1 (1:0) gegen Schlusslicht Schalke mit den Borussen gleich.

Der Samstag begann für den BVB denkbar schlecht. Frankfurts Filip Kostic konnte auf der linken Seite flanken, den hohen Ball wehrte Nico Schulz (11.) ins eigene Tor ab. Erling Haaland vergab die große Chance zum Ausgleich (25.), ehe Mats Hummels (45.) artistisch aus kurzer Distanz doch noch für den BVB traf. Das vermeintliche 2:1 für die Eintracht durch Stefan Ilsanker (65.) wurde wegen Abseits nicht gegeben - der Siegtreffer von Andre Silva (87.) hingegen zählte.

Leverkusens neuer Trainer Hannes Wolf bejubelte in der 26. Minute das erste Tor, das Lucas Alario erzielte. Es war das bereits 70. Gegentor für Schalke (Alessandro Schöpf ab 74.) nach 27 Spielen - Vereinsnegativrekord. In der zweiten Hälfte wurden die Königsblauen etwas offensiver, doch das nächste Tor erzielte Leverkusens Patrik Schick (72.). Rückkehrer Klaas-Jan Huntelaar (81.) machte sich danach mit 37 Jahren und 234 Tagen zu Schalkes ältestem Bundesliga-Torschützen. Leverkusen spielte ohne den verletzten ÖFB-Teamkapitän Julian Baumgartlinger, Aleksandar Dragovic war nur Ersatz.

Köln spielte eine gute erste Halbzeit in Wolfsburg, ohne dabei das Führungstor zu erzielen. Der VfL machte es besser: Josip Brekalo (70.) traf nach engagierter Vorarbeit von Wout Weghorst. Positiv aus österreichischer Sicht: Bei den abstiegsbedrohten Kölnern stand Florian Kainz nach seiner Knie-Verletzung erstmals in dieser Saison im Kader und gab in der 74. Minute sein Comeback.

Eng bleibt die Lage für Arminia Bielefeld und Mainz 05. Die Arminia holte mit Manuel Prietl im Abstiegsduell bei Mainz 05 (mit Philipp Mwene) ein 1:1 (0:0), das keinem der beiden richtig hilft. Mainz liegt mit 18 Punkten immerhin knapp vor dem Relegationsrang, den Köln (16) einnimmt. Dahinter folgt mit ebenfalls 16 Zählern Bielefeld.

Im späten Abendspiel setzte sich Borussia Mönchengbladbach gegen Freiburg nach 0:1-Rückstand am Ende 2:1 (0:1) durch. Stefan Lainer spielte bei der „Fohlen“-Elf durch, Hannes Wolf blieb nach der Pause in der Kabine. Valentino Lazaro kam in der 82. Minute ins Spiel. Bei Freiburg wurde Philipp Lienhart in der 69. Minute ausgetauscht. Gladbach rückte bis auf vier Punkte an den Fünften Dortmund heran, Freiburg rutschte vorerst auf Platz neun ab. Ein vermeintlicher Treffer zum 2:2 Sekunden vor Schluss zählte wegen einer Abseitsstellung nicht.


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