Sri Lanka gedenkt der 268 Todesopfer der Osteranschläge 2019

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Mit Messen und Gedenkfeiern haben die Menschen in Sri Lanka am Sonntag der 268 Todesopfer der Osteranschläge vor zwei Jahren gedacht, die sich vor allem gegen Kirchen gerichtet hatten. Die Ostergottesdienste der christlichen Minderheit im Land fanden unter massivem Sicherheitsaufgebot statt; sowohl Soldaten als auch Polizisten waren im Einsatz.

Christen im ganzen Land hielten um 8.45 Uhr Ortszeit, dem Zeitpunkt des ersten Angriffs vor zwei Jahren, zwei Schweigeminuten ab. Der wichtigste Kirchenvertreter des Inselstaates, Kardinal Malcolm Ranjith, entzündete Gedenkkerzen in der St.-Anthony‘s-Kirche, in der bei den Anschlägen 56 Menschen getötet worden waren.

Ranjith forderte eine Bestrafung der Verantwortlichen, unter anderem des damaligen Präsidenten Maithripala Sirisena. Dieser war ebenso wie der Geheimdienst des Landes einer offiziellen Untersuchung zufolge 17 Tage vor den Anschlägen von Indien über bevorstehende Angriffe gewarnt worden - hatte aber nichts unternommen.

Bei den Anschlägen auf drei Kirchen und drei Hotels in Sri Lanka am 21. April 2019 waren 268 Menschen getötet worden, darunter auch mehrere Ausländer. Sri Lankas Regierung macht die Islamistengruppe NTJ für die Anschläge verantwortlich, glaubt aber, dass sie Unterstützung aus dem Ausland hatte. Die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Anschläge für sich.


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