Russland warnt vor Sanktionen gegen Myanmar

Angesichts der blutigen Proteste gegen den Militärputsch in Myanmar warnt Russland vor Sanktionen gegen das Land. Drohungen, Druck und die Anwendung von Sanktionsinstrumenten gegen die handelnden Behörden Myanmars seien aussichtslos und äußerst gefährlich, teilte das Außenministerium in Moskau der Nachrichtenagentur Interfax am Dienstag mit. „Eine solche Linie trägt nur dazu bei, die Parteien gegeneinander aufzuhetzen.“ Zudem treibe es das Volk in einen Bürgerkrieg, hieß es.

Seit Wochen gehen Einsatzkräfte in Myanmar mit brutaler Gewalt gegen jeden Widerstand vor. Nach jüngsten Schätzungen der Gefangenenhilfsorganisation AAPP wurden seit dem Umsturz vor zwei Monaten mindestens 564 Menschen getötet. Fast 2.700 Menschen sitzen demnach im Zuge des Putsches in Haft. Der UNO-Sicherheitsrat hatte das Militär in der vergangenen Woche zur Zurückhaltung aufgerufen. Die USA arbeiten nach eigenen Angaben an Sanktionen.

Russland rief nun dazu auf, sich nicht in die inneren Angelegenheiten Myanmars einzumischen. Gleichzeitig wolle Moskau die Zusammenarbeit auch in militärischer Hinsicht fortsetzen, hieß es. Russlands Vize-Verteidigungsminister Alexander Fomin hatte erst vor rund einer Woche an einer Militärparade in Myanmar teilgenommen.

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