1433 freiwillige Helfer in Tirol vermittelt: „Eine Welle der Hilfsbereitschaft“

Die zehn Freiwilligenzentren vermittelten im Vorjahr 1433 Tirolerinnen und Tiroler.

Viele Freiwillige gingen vor allem während der ersten Phase der Pandemie für ältere Menschen oder Risikopatienten einkaufen.
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Innsbruck – Zusammenhalten, einander beistehen, jenen unter die Arme greifen, die eine schwere Zeit durchmachen oder sich einschränken müssen. Solidarität im näheren sozialen Umfeld hat seit Beginn der Corona-Pandemie noch einmal mehr an Bedeutung gewonnen. Dass viele bereit waren, ihren Mitmenschen zur Seite zu stehen, zeigt auch der Jahresbericht der Freiwilligenpartnerschaft Tirol. Diese Plattform wurde vom Land und einigen Partnerorganisationen gegründet, um Helfende und Hilfesuchende zu vernetzen.

1433 Tirolerinnen und Tiroler wurden im Vorjahr von den zehn Freiwilligenzentren an Vereine oder Einrichtungen vermittelt. Die Mehrheit, also rund 65 Prozent, ließ sich einem kurzfristigen und zeitlich begrenzten Engagement zuweisen. Auch, weil sich viele Menschen meldeten, die in Kurzarbeit oder für eine kurze Periode ohne Beschäftigung waren, erklärt die Freiwilligenpartnerschaft im Jahresbericht. Ebenfalls sei ein Trend zu digitalen Aktivitäten zu beobachten gewesen, da persönliche Kontakte und direkte Begegnungen aufgrund der Anti-Covid-Maßnahmen nicht möglich waren. Mehr als die Hälfte der Freiwilligen war weniger als 40 Jahre alt, die am stärksten vertretene Altersgruppe jene der 21- bis 30-Jährigen.

Besonders in den ersten Monaten der Pandemie, als der Lockdown sehr streng war, hätten viele Junge sich angeboten, um älteren Menschen oder Risikopatienten zu helfen und zum Beispiel für sie einkaufen zu gehen, heißt es im Jahresbericht. Auch Gesprächsangebote für Einsame oder Nachhilfekurse für vom Heimunterricht geplagte Schüler seien organisiert worden.

„Die Freiwilligenpartnerschaft Tirol mit ihren zehn Freiwilligenzentren hatte alle Hände voll zu tun, um Freiwillige zu vermitteln und Projekte umzusetzen“, sagt Landeshauptmann Günther Platter. „In Tirol stehen wir einander nicht gleichgültig gegenüber, sondern sind vielmehr bereit, einander tatkräftig zu unterstützen – in Notsituationen genauso wie im alltäglichen Leben.“ Darauf sei er stolz. Nicht nur das Coronavirus habe sich im Jahr 2020 ausgebreitet, glaubt Platter, „sondern auch eine Welle der Hilfsbereitschaft. Ganz viele Menschen in unserem Land wollten und wollen helfen: ihren Eltern, ihren Nachbarn, Menschen in ihrer Gemeinde oder Hilfsbedürftigen, die sie gar nicht persönlich kennen.“ Gesellschaftliche Herausforderungen sind laut dem Landehauptmann nur „mit Hilfe von Freiwilligen bewältigbar und lösbar“.

Wer unterstützen will oder Unterstützung braucht, findet nähere Informationen im Internet unter https://www.freiwilligenzentren-tirol.at/ oder direkt bei einem der zehn Freiwilligenzentren. (TT)


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