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Ein Wasserträger als Volksheld: die Legende von Spyridon Louis

Vor 125 Jahren feierte Griechenland die Auferstehung der Olympischen Spiele. Sein Held: der Bauernsohn Spyridon Louis und dessen Aufholjagd im Marathon.

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Der griechische Marathon-Olympiasieger Spyridon Louis in der Landestracht. Sein Doping: eine Orange, ein Glas Cognac.
© imago sportfotodienst

Von Florian Madl

Innsbruck – Alles war früher nicht besser im Sport, aber bisweilen ehrlicher. Denn 1896, als die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit den Geist der Antike aufleben ließen, gab es kein Geld großer Sportartikelhersteller und die Sportler waren auch noch keine Profis. Aber der Geist des Barons Pierre de Coubertin, des Historikers und Olympia-Neugründers, lebte damals noch in amateurhaften Sphären. Niemand verkörperte das auf ähnliche Art und Weise wie Spyridon Louis, ein Bauernsohn und von Beruf Wasserträger. Allmorgendlich versorgte der 23-Jährige aus dem Athener Vorort Maroussi die Haushalte mit Frischwasser – und wie man sich vorstellen kann zu Fuß.


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