Wieder mehr Patienten auf österreichischen Intensivstationen

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Die Zahl der Covid-Patienten auf Österreichs Intensivstationen steigt weiter. Am Dienstag mussten dort 578 Menschen behandelt werden, um 14 mehr als am Ostermontag. Die Zahl der Neuinfektionen betrug erstmals seit Mitte März wieder weniger als 2.000. Seit Ostermontag kamen 1.935 bestätigte Fälle hinzu - allerdings wurde über Ostern deutlich weniger getestet als zuletzt, ebenso weniger geimpft. Die Zahl der Todesopfer stieg auf über 9.500, so die Zahlen der Ministerien.

40 Prozent aller Intensivpatienten gibt es in Wien. Dort wurde am Dienstag wieder ein Höchstwert von 233 belegten Betten vermeldet, nach 224 am Ostermontag. In Niederösterreich mussten am Dienstag den Ministerien zufolge 116 Erkrankte auf Intensivstationen behandelt werden - das Land NÖ rapportierte demgegenüber 120 - , am Ostermontag waren es noch 123 gewesen. Im ebenfalls besonders betroffenen Burgenland blieb die Zahl der Intensivpatienten mit 21 gleich.

Seit vergangenem Dienstag mussten österreichweit 34 Intensivpatienten mehr aufgenommen werden, das entspricht einer Zunahme von 6,3 Prozent. Insgesamt benötigten am Dienstag 2.395 Infizierte eine Behandlung im Krankenhaus, um 83 mehr als am Ostermontag und 74 mehr als vergangenen Dienstag.

Seit Montag wurden 1.935 SARS-CoV-2-Neuinfektionen gemeldet. Im Schnitt kamen in der vergangenen Woche täglich 2.909 neue Fälle hinzu, in Summe waren es 20.365 Neuinfektionen. Vergangenen Dienstag waren es - bei deutlich höheren Testzahlen von mehr als 52.000 PCR-Abstrichen - österreichweit 3.001 Neuinfektionen gewesen. Damals gab es 35.418 aktive Fälle, nunmehr liegt Österreich bei 34.188. Die Sieben-Tages-Inzidenz betrug am Dienstag 228,8, nach 240,8 am Ostermontag.

Im Schnitt wurden in der vergangenen Woche täglich 56.196 aussagekräftige PCR-Tests durchgeführt, davon waren 5,2 positiv. Ostern brachte deutlich niedrigere Testzahlen. So wurden seit Montag österreichweit lediglich 27.210 PCR-Abstriche analysiert - davon fielen jedoch 7,1 Prozent positiv aus. Ebenfalls deutlich unter dem Wochenschnitt lag die Gesamtzahl der in den vergangenen 24 Stunden durchgeführten Antigen- und PCR-Tests. Das waren seit Ostermontag 219.544, im Schnitt wurden in der vergangenen Woche jedoch täglich mehr als 272.000 Tests durchgeführt.

Seit gestern wurden weitere 35 Todesopfer verzeichnet. Österreichweit sind somit bisher 9.517 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Innerhalb der vergangenen Woche wurden wieder mehr als 200 - in Summe 209 Todesfälle - registriert. Pro 100.000 Einwohner sind seit Beginn der Pandemie bereits 106,9 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

Seit Ausbruch der Pandemie vor mehr als einem Jahr wurden in Österreich bereits 562.907 Menschen positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Davon gelten 519.202 als wieder genesen. Seit gestern kamen 3.118 Menschen, die eine Infektion überstanden haben, hinzu.

Die meisten Neuinfektionen wurden seit Ostermontag mit 441 in Wien registriert, 411 waren es in Niederösterreich und 322 in Oberösterreich. In der Steiermark kamen 223 weitere Infizierte hinzu, in Salzburg 141 und in Kärnten 133. Das Burgenland verzeichnete 62 neue bestätigte Fälle und Vorarlberg 31.

Exakt 1.773.606 Menschen in Österreich wurden bis Ostermontag laut den Zahlen des E-Impfpasses zumindest einmal geimpft. Sie entsprechen 14,4 Prozent der Gesamtbevölkerung - am vergangenen Dienstag waren es 13 Prozent gewesen. Innerhalb der vergangenen Woche wurden 199.285 Impfungen durchgeführt, vor einer Woche lag dieser Schnitt noch bei 249.644. Von Sonntag auf Montag kamen deutlich weniger als zuletzt - 11.897 Stiche hinzu. Voll immunisiert wurden bisher 494.463 Menschen, die 5,6 Prozent der Bevölkerung ausmachen.


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