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Geimpfte und Genesene, bitte warten: Der Grüne Pass soll's richten

Vorteile für Geimpfte und Genesene gibt es kaum. Sie müssen sich testen lassen. Der Grüne Pass made in Austria soll es richten.

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Der Grüne Pass made in Austria soll im April entwickelt werden und Erleichterungen für Genesene und Getestete bringen. Geimpfte müssen sich gedulden.
© Thomas Boehm / TT

Von Anita Heubacher

Innsbruck – Die Uhr tickt. Jede Woche, die vergeht, reduziert die Chance für Genesene und Geimpfte auf etwaige Vorteile. Als „Vorteil“ gilt in diesem Fall, dass man beispielsweise keine Berufstestungen machen müsste, die in vielen Jobs einmal oder gar mehrmals die Woche fällig werden. Ein Zuckerl wäre es wohl auch, wenn Ausreisetestungen entfielen oder die FFP2-Maskenpflicht.

Die Uhr tickt deshalb, weil von Beginn an strittig war, wie lange man denn als immun gilt. Der Gesetzgeber gestand den Genesenen zu Beginn drei Monate zu, dann erhöhte er auf sechs. Die Zeit, um etwaige Vorteile in Anspruch zu nehmen, ist also begrenzt.

Bei Geimpften ist nach wie vor nicht klar, ob sie weiter ansteckend sind und wie groß die Gefahr ist, die tatsächlich von ihnen ausgeht. „Es gibt Hinweise, dass die Impfung dafür sorgt, dass die Dauer der Virenausscheidung deutlich verringert wird. Dadurch verringert sich auch die Chance für das Virus, sich zu verbreiten“, heißt es aus dem Krisenstab des Landes. Wissenschaftlich ist das strittig.


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