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50 Jahre Roma-Politik: Erinnerung – Schmerz und Unterdrückung

50 Jahre Roma-Politik. Von einem Treffen in London bis zur anhaltend mühsamen Arbeit gegen Vorurteile.

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Mit dem Attentat in Oberwart rückte in der jüngeren Vergangenheit Rassismus auf tragische Weise in das Licht der Öffentlichkeit.
© APA

Von Michael Sprenger

Wien – 8. April 1971 in Orpington, einem Vorort von London. Zwei Dutzend Roma-Aktivistinnen und -Aktivisten trafen sich dort vor 50 Jahren. Sie kamen aus neun europäischen Ländern. Das Problem, welches es zu behandeln galt, war ein grenzüberschreitendes.

Es trafen sich bei London die Engagierten eine geschundenen Volkes. Und da Sprache Bewusstsein schafft, wollte man die diskriminierenden Wörter wie „Gipsy“ oder „Zigeuner“ durch die Eigenbezeichnung „Roma“ ersetzen. Symbolisch sichtbar gemacht wurde das Selbstbewusstein mit einer Flagge und einer Hymne. „Gelem, Gelem!“ Ein Lied, das einem die Tränen aus den Augen drückt, voll an Schmerz und Hoffnung.

In Erinnerung an das Treffen wird der 8. April als „Internationaler Tag der Roma“ begangen.


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