Kampf um Kreisverkehr in Walchsee

Die Gemeinde Walchsee ist mit dem Wunsch nach einem Kreisverkehr abgeblitzt.

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Walchsee – Der Ärger bei Dieter Wittlinger ist groß. „Es kommt immer wieder zu gefährlichen Situationen“, betont er – gerade für Fußgänger, Rad- und Motorradfahrer. Trotzdem ist der Bürgermeister der Gemeinde Walchsee jetzt mit dem Wunsch nach einem Kreisverkehr beim Ortseingang abgeblitzt. Das Land hat die von der Gemeinde geforderte Entschärfung der Kreuzung zwischen der B172 und der Seestraße abgelehnt. Auch ein Vorsprechen bei Verkehrsreferent und LHStv. Josef Geisler änderte zuletzt nichts, wie der Bürgermeister betont.

Beim Land verweist man darauf, dass die Stelle die Kriterien zur Genehmigung eines Kreisverkehrs nicht erfülle. Das bestätigt auch Christian Molzer, Leiter der Abteilung Straße beim Land. Auf dem übergeordneten Straßennetz kann demnach nur ein Kreisverkehr genehmigt werden, wenn auf der Querstraße mindestens 20 Prozent des Verkehrs unterwegs sind – das gehe sich auf diesem Straßenabschnitt allerdings nicht aus. Einen vom Baubezirksamt vorgeschlagenen Linksabbieger lehnt der Bürgermeister rundum ab. „Solange ich Bürgermeister bin, gibt es diese Lösung sicher nicht“, kontert er. Er befürchtet, dass durch eine Aufweitung der Straße „Fahrzeuge noch schneller als bisher in den Ort einfahren“. Der Kreisverkehr ist ein Wunsch der Walchsee­rinnen und Walchseer, betont Wittlinger. Und er weiß auch den Tourismusverband hinter sich. Laut dem Bürgermeister wäre es auch möglich, den Kreisverkehr mit dem Argument der Verkehrsberuhigung zu genehmigen. „Das ist die Sicht des Bürgermeisters“, erklärt hingegen Molzer. Unfallhäufung gebe es auf der Kreuzung keine, betont er.

Die Gemeinde will weiter kämpfen. Der Walchseer Gemeinderat hat inzwischen einen Bebauungsplan für den Kreisverkehr beschlossen. Wittlinger will prüfen, ob er sich den Bau auf diesem Weg juristisch erstreiten kann. „Wir würden sogar die Gesamtkosten für den Kreisverkehr übernehmen.“ (mr)


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