Straches Ex-Leibwächter kommt in den U-Ausschuss

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Einer der „Hauptdarsteller“ im Ibiza-Video, Heinz-Christian Strache, wird auch in der kommenden Woche im Fokus des dafür zuständigen Untersuchungsausschusses stehen - auch wenn dieser nicht persönlich kommt. Stattdessen wird der Leibwächter des ehemaligen FPÖ-Chefs, Oliver R., befragt. Er belastet seinen ehemaligen Chef etwa im Spesen-Skandal rund um Scheinrechnungen an die Partei.

Der langjährige Sicherheitschef Straches soll zahlreiche Belege für illegale Spesenabrechnungen über Jahre gesammelt und der Staatsanwaltschaft vorgelegt haben. Strache wies jede Schuld von sich und warf seinerseits R. die Absicht der persönlichen Bereicherung vor. Außerdem rechnet der Ex-FPÖ-Obmann seinen einstigen Leibwächter einem „Ibiza-Netzwerk“ zu und glaubt, dass dieser in eine Verschwörung gegen ihn verwickelt sei.

Vor Straches ehemaligen Leibwächter kommt am Dienstag - dem ersten von zwei Ausschusstagen kommende Woche - mit Bernd Schneider jener Staatsanwalt zu Wort, der die Ermittlungen rund um die Erstellung des Ibiza-Videos leitet. Eine dritte Auskunftsperson gibt es am Dienstag nicht, hat Ex-Casinos-Vorstand Dietmar Hoscher doch ein weiteres Mal abgesagt.

Erste Auskunftsperson am Mittwoch ist Hans-Peter Weiss, Geschäftsführer der Bundesimmobiliengesellschaft BIG. Er wird wohl vor allem zu Postenbesetzungen und anderen Usancen in staatsnahen Betrieben befragt werden. Ähnlich dürfte es bei Eduard Müller, Vorstand der Finanzmarktaufsicht (FMA) und einstiger Finanzminister in der Post-Ibiza-Übergangsregierung, ablaufen.

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Einblicke in die türkis-blaue Regierungszeit erhoffen sich die Abgeordneten wiederum von Bernd Pichlmayer. Er ist jetzt im Kabinett von Bundeskanzler Sebastian Kurz tätig und war zuvor bei Kanzleramtsminister Gernot Blümel (beide ÖVP). Brisant ist seine Befragung deswegen, weil er mit jenem Mann zusammengearbeitet hat, der unter falschem Namen Festplatten aus dem Kanzleramt schreddern ließ.


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