Straches Ex-Leibwächter am Dienstag im U-Ausschuss

Einstiger Personenschützer von Heinz-Christian Strache und Ibiza-Chefermittler sollen am Dienstag befragt werden.

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Fünf Auskunftspersonen erwartet der Ibiza-U-Ausschuss tagt am Dienstag und Mittwoch.
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Wien – Einer der „Hauptdarsteller“ im Ibiza-Video, Heinz-Christian Strache, wird auch in der kommenden Woche im Fokus des dafür zuständigen Untersuchungsausschusses stehen – auch wenn dieser nicht persönlich kommt. Stattdessen wird der Leibwächter des ehemaligen FPÖ-Chefs, Oliver R., befragt. Er belastet seinen ehemaligen Chef etwa im Spesen-Skandal rund um Scheinrechnungen an die Partei. Ob er tatsächlich erscheinen wird, ist aber noch nicht ganz sicher.

Der langjährige Sicherheitschef Straches soll zahlreiche Belege für illegale Spesenabrechnungen über Jahr­e gesammelt und der Staatsanwaltschaft vorgelegt haben. Strache wies jede Schuld von sich und warf seinerseits R. die Absicht der persönlichen Bereicherung vor. Außerdem rechnet der Ex-FPÖ-Obmann seinen einstigen Leibwächter einem „Ibiza-Netzwerk“ zu und glaubt, dass dieser in eine Verschwörung gegen ihn verwickelt sei.

Vor Straches ehemaligen Leibwächter kommt am Dienstag mit Bernd Schneider jener Staatsanwalt zu Wort, der die Ermittlungen rund um die Erstellung des Ibiza-Video­s leitet. Eine dritte Auskunftsperson gibt es am Dienstag nicht, hat Ex-Casinos-Vorstand Dietmar Hoscher doch ein weiteres Mal abgesagt.

Erste Auskunftsperson am Mittwoch ist Hans-Peter Weiss, Geschäftsführer der Bundesimmobiliengesellschaft BIG. Er wird wohl vor allem zu Postenbesetzungen und anderen Usancen in staatsnahen Betrieben befragt werden. Ähnlich dürfte es bei Eduard Müller, Vorstand der Finanzmarktaufsicht (FMA) und einstiger Finanzminister in der Übergangsregierung, ablaufen.

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Einblicke in die türkis-blaue Regierungszeit erhoffen sich die Abgeordneten wiederum von Bernd Pichlmayer. Er ist jetzt im Kabinett von Bundeskanzler Sebastian Kurz tätig und war zuvor bei Kanzleramtsminister Gernot Blümel (beid­e ÖVP). Brisant ist sein­e Befragung deswegen, weil er mit jenem Mann zusammengearbeitet hat, der unter falschem Namen Festplatten aus dem Kanzleramt schreddern ließ. (APA)


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