Oprah Winfrey löste Run auf Admonter Stiftsbibliothek aus

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Die prunkvolle Stiftsbibliothek Admont öffnet eine Woche früher als eigentlich geplant. Der weltweit größte zugängliche Klosterbibliothekssaal im obersteirische Benediktinerstift kann bereits am 17. und 18. April besucht werden. Coronabedingt allerdings nur mit Voranmeldung. Am 24. April öffnen auch die weiteren Museen und Sonderausstellungen, wie das Stifts am Eingang des Gesäuse am Samstag mitteilte.

Rund 70.000 Besucher jährlich hat das Stift mit seinen Museen in den vergangenen Jahren angezogen. Seit das Marketing auf starke Präsenz in sozialen Medien, auf Reise- und Kulturplattformen abzielt und selbst Amerikas Talkstar Oprah Winfrey in ihrem Buchdiskussionsclub auf die Stiftsbibliothek verwies, werde man mit Buchungsanfragen förmlich überhäuft, schilderte Mario Brandmüller, Leiter der Abteilung für Kultur, Tourismus und PR im Gespräch mit der APA. „Uns erreichen Nachrichten von Menschen aus aller Welt, die unbedingt unsere Klosterbibliothek besichtigen wollen“, wurde Abt Gerhard Hafner in der Mitteilung des Stiftes zitiert.

Der 1776 vollendete, mit Fresken des Bartolomeo Altomonte (1701-1783) ausgestaltete Bibliothekssaal zählt zu den größten Gesamtkunstwerken des europäischen Spätbarocks und bildet das Highlight für jeden Stiftsgast. Auf einer Länge von 70 Metern, 14 Metern Breite und einer Höhe von rund 13 Metern beherbergt er rund 160.000 Bücher.

Das Vorjahr verlief aufgrund der Pandemie besuchermäßig „etwas schaumgebremst“, wie Brandmüller schilderte. Immerhin habe man aber 40.000 Besucherinnen und Besucher begrüßen dürfen. Um den aktuellen Gästeanfragen gerecht zu werden, kann die Bibliothek schon ein Wochenende früher als geplant in einem zweitägigen „Pre-Opening“ besichtigt werden.

„Unser Corona-Sicherheitskonzept sieht eine maximale Anzahl von 45 Personen vor, die zeitgleich die Bibliothek besichtigen können“, informierte Brandmüller. 30 Minuten lang kann jede Besucherin bzw. jeder Besucher in der Stiftsbibliothek verweilen. Audio-Guides stehen an der Museumskassa zur Verfügung. Mit internationalen Gästen über den deutschsprachigen Raum rechnet man vorerst allerdings noch nicht.

Eine Woche später, am 24. April, werden dann auch die restlichen Admonter Sammlungen und Museen in die diesjährige Saison starten. Das im Jahre 1074 gegründete Benediktinerstift Admont ist das älteste bestehende steirische Kloster - und hat eine Anzahl an historischen Sammlungen zu bieten: Etwa das „Naturhistorische Museum“ aus dem 19. Jahrhundert mit seiner Raritätenschau aus dem Bereich der Fauna, Flora und der Mineralien oder das „Kunsthistorische Museum“ mit Exponaten von der Romanik bis zum Barock sowie Objekte aus der kirchlichen Schatzkammer, über die Jahrzehnte hinzugekommen sind auch das Museum für Gegenwartskunst und die Sammlung Schwarz.

„Die Besucher erwartet neben den vielfältigen Museumsbereichen eine der bedeutendsten und besten Ausstellungen, die seit vielen Jahren im Stiftsmuseum gezeigt wurde“, gibt Brandmüller einen Vorgeschmack auf die neu Sonderausstellung „Wir Friedrich III & Maximilian I. - Ihre Welt und ihre Zeit“.

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