Ecuador wählt zwischen Linkspolitiker und rechtem Banker

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Inmitten der Corona-Pandemie und einer schweren Wirtschaftskrise wählen die Ecuadorianer einen neuen Präsidenten. In der zweiten Runde der Präsidentenwahl treten der konservative Banker Guillermo Lasso und der Linkskandidat Andrés Arauz gegeneinander an. In den jüngsten Umfragen liegen beide Kandidaten fast gleichauf bei etwa 50 Prozent der Stimmen.

Arauz gilt als Zögling des früheren Präsidenten Rafael Correa. Im Falle eines Wahlsiegs dürfte er an die Politik des „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ seines Ziehvaters anknüpfen, Subventionen erhöhen und sich gegen das vom Internationalen Währungsfonds (IWF) geforderte Sparprogramm stemmen. Lasso hingegen steht für eine liberale Wirtschaftspolitik. Er will Arbeitsplätze schaffen und ausländische Investoren anlocken. Der 65-Jährige ist Mitglied der ultrakonservativen Vereinigung Opus Dei und spricht sich strikt gegen gleichgeschlechtliche Ehen sowie Abtreibung aus.

Das südamerikanische Land steckt wegen des Verfalls der Ölpreise und der Corona-Pandemie in einer tiefen Wirtschaftskrise. Der bisherige Präsident Lenín Moreno war zuletzt in der Wählergunst stark abgerutscht und hatte sich gar nicht erst zur Wiederwahl gestellt.


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