Kein klarer Sieger bei Präsidentenwahl in Peru

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Bei der Parlaments- und Präsidentschaftswahl am Sonntag in Peru hat es einen äußerst engen Ausgang gegeben: Ersten Ergebnissen zufolge lag überraschend der linksgerichtete Gewerkschafter Pedro Castillo mit 15,7 Prozent der Stimmen in Führung, wie die Wahlbehörde ONPE am Montagmorgen (Ortszeit) mitteilte. Demnach wurden jedoch zunächst nur 16 Prozent der Stimmen ausgezählt. Auf dem zweiten Platz lag der 79-jährige Liberale Hernando de Soto mit 14,4 Prozent der Stimmen.

Als Kandidaten mit einer Chance auf einen Einzug in die Stichwahl galten laut Umfragen vor der Wahl neben Castillo und de Soto auch der 62-jährige Katholik Yonhy Lescano, die 40-jährige linksgerichtete Verónika Mendoza, die 45-jährige Ex-Präsidententochter Keiko Fujimori, der 38-jährige Ex-Fußball-Profi George Forsyth und der 60-jährige ultrakonservative Rafael López Aliaga.

Insgesamt standen 18 Kandidaten für das Amt des Präsidenten zur Wahl. Sollte keiner von ihnen in der ersten Runde eine Mehrheit von 51 Prozent der Stimmen erhalten, sind Stichwahlen am 6. Juni geplant.

In dem südamerikanischen Land waren 25 Millionen Bürger aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. In Peru herrscht eine Wahlpflicht. Viele gaben an, trotz der Angst vor einer Corona-Infektion gewählt zu haben, um die Strafe von umgerechnet rund 20 Euro zu vermeiden. Die endgültigen Ergebnisse der Parlamentswahl sollen im Laufe der Woche vorliegen.

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Peru hat seit dem Beginn der Pandemie 1,6 Millionen Coronainfektionen und 54.600 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus registriert. Am Samstag meldeten die Behörden mehr als 11.600 Neuinfektionen binnen 24 Stunden.


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