Erster Mensch im Weltall: Russland feiert 60. Jahrestag groß

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60 Jahre nach dem ersten Flug eines Menschen ins Weltall feiert Russland seinen Helden Juri Gagarin und das historische Ereignis groß. Vier Kosmonauten auf der Raumstation ISS erinnerten in einer Grußbotschaft aus dem All am Montag ihre Landsleute an Gagarins 108-minütigen Flug am 12. April 1961. „An diesem Tag erfuhr der ganze Planet seinen Namen, zugleich begann auch eine neue Geschichte, die Geschichte der bemannten Raumfahrt“, sagte Kosmonaut Sergej Kud-Swertschikow.

Der 12. April wird in Russland als Tag der Raumfahrt gefeiert, 2011 erklärten ihn die Vereinten Nationen zum Internationalen Tag der bemannten Raumfahrt. Russland begeht den 60. Jahrestag groß mit Ausstellungen und der Eröffnung eines nach Gagarin benannten Parks in der Nähe der Stadt Engels im Gebiet Saratow an der Wolga. Dort landete der Kosmonaut damals nach seiner Rückkehr aus dem All.

Die Raumfahrtagentur Roskosmos veröffentlichte auf ihrer Internetseite historische Aufnahmen von dem Flug und zeichnete Gagarins Flugbahn nach. Die Zeitung „Iswestija“ brachte den Nachdruck einer 60 Jahre alten Ausgabe, in der die Reise des ersten Menschen ins Weltall als Sieg der kommunistischen Sowjetunion im Kampf der Systeme im Kalten Krieg gefeiert wurde.

Juri Gagarin wäre heute 87 Jahre alt. Er starb im Alter von 34 Jahren am 27. März 1968 beim Absturz eines Jagdflugzeugs nahe Moskau. Um seinen Tod ranken sich bis heute viele Legenden, weil die Umstände des Unglücks lange geheim blieben. Gagarins Urne wurde bei einem Staatsakt in der Kremlmauer beigesetzt. Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin legte dort am Montag mit einer Delegation Blumen nieder.


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