Unterstützung für Laschets Kanzlerkandidatur in CDU-Gremien

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Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet hat in den Führungsgremien der deutschen Partei vollen Rückhalt für seine angestrebte Kanzlerkandidatur erhalten. „Es gibt eine breite Unterstützung für Armin Laschet als Kanzlerkandidaten von CDU und CSU“, sagte CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak am Montag nach Beratungen von Präsidium und Bundesvorstand. Laschet selbst kündigte rasche Gespräche mit CSU-Chef Markus Söder an, der ebenfalls für die Kanzlerkandidatur bereit steht.

„Das Meinungsbild im Präsidium als auch im Bundesvorstand ist eindeutig“, sagte Ziemiak. Es gehe um die Fähigkeit zu führen, aber auch um die Fähigkeit zusammenzuführen und ein Team anzuführen. Es gehe um die Modernisierung des Landes und um die Integrationskraft für die gesamte Gesellschaft, betonte Ziemiak. „All dies verkörpert nach einhelliger Auffassung der Wortmeldungen, die wir heute erlebt haben, am besten Armin Laschet.“

Laschet sagte, er werde noch am heutigen Tag das Gespräch mit dem CSU-Vorsitzenden Söder suchen. „Alle wollen eine schnelle Entscheidung.“ Er habe sich sehr über die große Unterstützung in den CDU-Gremien gefreut. „Das war heute keine Vorentscheidung, es war ein Meinungsbild der CDU und ihrer 15 Landesverbände“, betonte Laschet.

Laschet und Söder hatten am Sonntag beide erstmals offiziell ihre Kandidatur auf der Sitzung des geschäftsführenden Vorstands der CDU/CSU-Bundestagsfraktion erklärt. Während etwa die deutsche Landeswirtschaftsministerin Julia Klöckner eine „sehr zeitnahe“ Entscheidung möchte, hatte Söder gesagt, dass die Entscheidung erst in den kommenden Tagen fallen soll. Der CSU-Chef, der in Umfragen deutlich vor Laschet liegt, hatte die Bedeutung von Gremien-Voten relativiert und im Gegenteil betont, dass eine Entscheidung der beiden Parteien auch in der Mitglied- und Anhängerschaft der Union überzeugend sein müsse. Dort gilt der Ministerpräsident von Bayern als deutlich beliebter. Der CSU-Chef hatte am Sonntag zugleich betont, dass er „ohne Groll“ auch akzeptieren würde, sollte sich die CDU als deutlich größere Schwesterpartei hinter Laschet stellen.


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