FI, ÖVP und FPÖ drehen Millionenprojekt in Innsbruck ab

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Innsbruck – Bei dem gestrigen „Wirtschaftstreffen“ aller Innsbrucker Gemeinderatsfraktionen haben FPÖ, ÖVP und Für Innsbruck der Entwicklung eines Kulturquartiers auf dem so genannten St.-Bartlmä-Areal hinter dem Stift Wilten einen Riegel vorgeschoben. Die Grünen wollen dort „ein urbanes, kreatives und nachhaltiges Konzept mit Platz und Infrastruktur für Veranstaltungen, Gastronomie, einem Co-Working-Angebot und mehr umsetzen“. Für die neue Klubobfrau der Grünen, Janine Bex, ginge ein solches Projekt in Sachen Stadtentwicklung genau in die richtige Richtung.

Inhaltlich kommt das Projekt bei den Stadtsenatsfraktion auch grundsätzlich gut an. FI, ÖVP und FPÖ haben sich gestern aber trotzdem davon verabschiedet – aufgrund der Kosten, die in keinem Verhältnis zum Gegenwert stünden. „Den geforderten Kaufpreis von 10 Millionen Euro – für ein Gewerbegebiet – können wir nicht mittragen. Das ist das Dreifache des Marktwertes“, erklärt FPÖ-Vizebürgermeister Markus Lassenberger. Unter diesen Rahmenbedingungen sehen auch ÖVP und FI keinen Anlass, das Projekt weiterzuverfolgen.

Kritik kommt zudem an der von Bürgermeister Georg Willi beauftragten externen Moderation für die – online stattfindenden Wirtschaftstreffen. Die Kosten belaufen sich laut ÖVP-Auskunft auf 400 Euro pro Termin. Für ÖVP-GR Mariella Lutz erschließt sich der Sinn dieser Ausgabe nicht. „In der Politik gehört es wohl zu den Grundkompetenzen, Sitzungen vorzubereiten und leiten zu können.“ (TT, dd)

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