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Maikäferplage: Oberländer Bauern „schießen“ auf Engerlinge

Mit hohem Druck und speziell aufgerüsteten Fahrzeugen kommt biologische Pilzgerste zum Einsatz, um der Maikäfer bzw. deren Larven, der Engerlinge, Herr zu werden. Tirol ist österreichweit vorbildlich.

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Josef Hechenberger, Andreas Gstrein, Reinhold Hausegger, Richard Grüner, Hermann Strasser, Josef Geisler und Gottfried Gabl (v. l.) bekämpfen den Maikäfer seit Jahren erfolgreich auf biologische Art durch die Ausbringung von Pilzgerste.
© Thomas Parth

Von Thomas Parth

Innsbruck, Imst, Längenfeld – Noch 2009 waren die Bauern in Längenfeld von der Maikäferplage verschont. „Wir kannten die Käfer nur vom niedriger gelegenen Umhausen und aus Oetz“, bestätigt der Längenfelder Ortsbauernobmann, Vize-BM Reinhold Hausegger. Doch allzu rasch mussten auch in der Talmitte Ertragseinbußen von teilweise 30 Prozent hingenommen werden. Hilfesuchend wandten sich die Landwirte an Gemeinde und Land Tirol, die eine Drittelfinanzierung zur Maikäferbekämpfung auf die Beine stellten. „Je ein Drittel der Kosten von 480 Euro pro Hektar zahlen Land und Gemeinde, ein Drittel der Bauer bzw. bei uns in Längenfeld die Agrargemeinschaft“, informiert Haus­egger.


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