Crossing-Europe-Chefin Dollhofer übernimmt Filmfonds Wien

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Nach langer Suche steht nun fest, wer künftig den Filmfonds Wien führen wird: Christine Dollhofer, derzeit Leiterin des Linzer Crossing Europe Festivals, wird mit 1. November Nachfolgerin von Gerlinde Seitner. Diese Personalentscheidung gab am Mittwoch Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) bekannt. Der Filmfonds Wien bezeichnet sich selbst mit 11,5 Mio. Euro Fördersumme als eine der höchstdotierten regionalen Filmförderstellen Europas.

„Christine Dollhofer ist eine ausgezeichnete und zukunftsweisende Wahl“, streute Kaup-Hasler der Frischerwählten Rosen: „Dollhofer besitzt Durchsetzungsvermögen, ist kommunikationsfreudig und sprüht vor Ideen und Energie; sie ist somit die richtige Antwort auf eine Branche in Bewegung.“

Christine Dollhofer kam am 22. Juni 1963 in der oberösterreichischen Industriestadt Wels zur Welt. Theaterwissenschaft und Publizistik studierte sie dann aber in Wien, wo sie zwischen 1993 bis 1997 auch das Filmcasino leitete. 1997 stieg sie zur Co-Intendantin der Grazer Diagonale auf, bevor sie 2003 nach Linz wechselte, wo sie seit 2004 die Leitung des Filmfestivals Crossing Europe innehat.

„Nach langjähriger Berufserfahrung im österreichischen und europäischen Film- und Festivalbereich wird es für mich eine spannende und herausfordernde neue Aufgabe sein, besonders in Zeiten eines dynamischen Wandels der Film- und Medienlandschaft, eine so zentrale Förderinstitution zu leiten“, wurde Dollhofer am Mittwoch in einer Aussendung zitiert.

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Dollhofer setzte sich gegen 44 Mitbewerberinnen und -bewerber durch. Ursprünglich hatte man die bereits 2020 vorgesehene Neuausschreibung abgeblasen und „im Sinne der Stabilität“ für ein Jahr vertagt, so Kulturstadträtin Kaup-Hasler damals. Gerlinde Seitner, deren Vertrag eigentlich im vergangenen Oktober ausgelaufen wäre, hatte deshalb um ein weiteres Jahr verlängert.


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