Unsicherheit bei weiteren Impfstofflieferungen an Wien

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Bis 2. Mai soll die Bundeshauptstadt Wien insgesamt 700.000 Impfdosen im Kampf gegen das Coronavirus erhalten. Ob diese Lieferversprechungen halten, ist unsicher. Es könnten 20.000 bis 30.000 Dosen weniger als ursprünglich in Aussicht genommen verfügbar sein, hieß es am Mittwoch auf APA-Anfrage aus dem Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ). Auswirkungen auf Impftermine hat das vorerst keine.

Vorerst nicht mehr kalkuliert wird mit knapp 3.600 Dosen des Herstellers Johnson & Johnson, die Wien in der laufenden Woche bekommen hätte sollen. Weitere 6.700 waren für die letzte April-Woche avisiert worden. Johnson & Johnson hat allerdings die Auslieferung seines Impfstoffs nach Europa gestoppt, nachdem die Behörden in den USA eine vorübergehende Aussetzung der Impfungen mit diesem Wirkstoff empfohlen hatten - in Einzelfällen waren nach der Impfung Sinusvenenthrombosen diagnostiziert worden.

Weiterhin Schwierigkeiten gibt es für die Wiener Verantwortlichen mit dem Impfstoff von AstraZeneca. Bei 17.000 Dosen, die im Impfplan vorgesehen sind, ist die Lieferung noch nicht bestätigt.

Ungeachtet der Probleme müssen Wienerinnen und Wiener mit einem konkreten Impftermin aber nicht befürchten, dass dieser abgesagt wird. „Vorerst gibt es keine Auswirkungen auf den Impffahrplan“, hieß es seitens der Stadt Wien. Biontech/Pfizer liefere beständig und zuverlässig, bei AstraZeneca habe man „kleine Reserven“ angelegt, somit sei gewährleistet, dass die für eine Vollimmunisierung erforderlichen anstehenden Zweitstiche durchgeführt werden können.


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