„Silberberg“ als Stadtführung in Schwaz: „So wird Geschichte erlebbar“

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Markus Plattner schlüpft für die „Silberreich“-Stadtführung in die Rolle des „Zott“ und gibt Inhalte von Mitterers „Silberberg“ wieder.
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Von Angela Dähling

Schwaz – Eine kongeniale Kombination, die sich beide Seiten der Silbermedaille von Schwaz anschaut – das sind Markus Plattner und Gottfried Winkler. Der Schwazer Regisseur und Schauspieler hatte im August 2019 im Bergwerkknappen Thomas Zott sein zweites Ich entdeckt, denn die Rolle der Hauptfigur in „Silberberg“ hatte Felix Mitterer Markus Plattner auf den Leib geschrieben. Und Gottfried Winkler kennt die bewegte Schwazer Historie wie kein Zweiter. Mit der Idee, Texte aus Mitterers „Silberberg“ in eine inszenierte Stadtführung zu integrieren, liefen die beiden offene Türen beim Kulturamt der Stadtgemeinde ein. „So wird Geschichte erlebbar“, freut sich Kulturreferentin Iris Mailer-Schrey. „Großartig“ findet auch Mitterer die Idee, dass sein „Silberberg“ lebendig bleibt.

Historische Orte wie der kleine Friedhof bei der Lourdeskapelle beim Franziskanerkloster, der Stadtpark der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt und die Kirche selbst sind die Bühne, auf der Markus Plattner als „Zott“ das Mittelalter lebendig werden lässt.

„Es gibt keinen Ort in Tirol mit einem so steilen Aufstieg und so einem katastrophalen Abstieg wie Schwaz“, weiß Winkler. Im Jahr 1400 mit 300 Einwohnern noch unbedeutend, lebten 100 Jahre später 20.000 Menschen hier. „Sie holten Silber aus dem Berg, das einer jährlichen Wertschöpfung von 240 Mio. € heut­e gleichkäme“, weiß Winkler. 1809 der Absturz: Schwaz wurde niedergebrannt. Die geplanten kostenlosen Führungen finden am 14. und 21. Mai ab 19 Uhr statt. (ad)


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