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Rückwidmungen von Bauland: Nur wenige Verfahren in Tirol

Aus brach liegendem Bauland wird Grünland. In Tirol wurden oft Grundstücke wegen mangelnder Bebaubarkeit rückgewidmet. Schadenersatz wie in Lochau musste aber keine Gemeinde zahlen.

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Für Widmungen ab Juli 2020 gilt: Wer nach einer 10-Jahres-Frist nicht baut, dessen Grund wird in Freiland rückgewidmet.
© iStockphoto

Von Brigitte Warenski

Innsbruck — Der Fall der Vorarlberger Gemeinde Lochau am Bodensee hat 2008 Aufsehen erregt — und sorgt seit damals dafür, dass sich auch Tirols Gemeinden vor Schadenersatzzahlungen bei möglichen Rückwidmungen von brach liegendem Bauland fürchten. Der Oberste Gerichtshof (OGH) hatte damals rechtskräftig entschieden, dass zwei Grundstücksbesitzern die volle Entschädigung in Höhe von 1,8 Millionen Euro zusteht, nachdem ihr Bauland gegen ihren Willen rückgewidmet wurde. Die Gemeinde Lochau hatte Bauland in landwirtschaftliche Fläche umgewidmet, um ein so genanntes Sichtfenster, also eine Grünfläche, vom See bis in den Ortskern zu erhalten.


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