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Großer humanitärer Einsatz „rettete“ jungen Somalier in Landeck

Kochlehrling Mohammed (22) kann in Landeck vorerst aufatmen. Ihm drohte Rückkehr in Flüchtlingslager, würde es nicht private Hilfe geben.

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Kochlehrling Mohammed Behi (22) kann Anfang Juli seine derzeit unterbrochene Ausbildung in Landeck fortsetzen. Auf seinem Personalausweis und der E-Card ist jeweils ein anderes Geburtsdatum angeführt.
© Helmut Wenzel

Von Helmut Wenzel

Landeck – „Die haben gesagt, ich muss eine somalische Steuernummer vorlegen, wenn ich in Tirol eine Bankkarte haben will.“ Das erzählte Mohammed gestern als Beispiel für einen „Stolperstein“ im Oberland, den sein Begleiter jedoch rasch wegräumen konnte.

Derartige Hürden mit Behörden und Institutionen in Österreich sind vergleichsweise winzige Probleme in Hinblick auf jene dramatisch-bitteren Erfahrungen, die der Flüchtling bisher machen musste. Leute, die seine Geschichte kennen, wünschen dem hilfsbereiten jungen Mann, dass es in seinem weiteren Leben bergauf geht. Derzeit gewährt ihm die Republik subsidiären Schutz. „Dieser greift, wenn jemand weder Flüchtlingsschutz hat noch asylberechtigt ist“, erläutert Johannes Neuerer, Referatsleiter für Flucht, Migration und Integration bei der Caritas Tirol.


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