KAC sucht im Eishockey-Finale in Bozen Vorentscheidung

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Der KAC geht im Finale der ICE Hockey League auf das wohl vorentscheidende 3:0 los. Die Klagenfurter strotzen vor dem nächsten Auftritt am Freitag (19.30 Uhr/live Sky und Puls 24) in Bozen vor Selbstvertrauen, die Südtiroler stehen hingegen bereits mit dem Rücken zur Wand. Eine weitere Niederlage - im ersten Heimspiel hatte man eine 0:6-Packung kassiert - ließe das Pendel wohl endgültig in Richtung der Kärntner ausschlagen.

Die mögliche Meisterparty würde dann mit einem weiteren Erfolg schon am Sonntag in Klagenfurt steigen können. Zunächst muss aber erst einmal der dritte Sieg her. Dementsprechend zurückhaltend gab sich KAC-Coach Petri Matikainen. „Wir haben nun keine schlechte Ausgangsposition. Aber meines Erachtens ist Spiel drei einer Serie meist jenes, das den Ausschlag gibt, dementsprechend werden wir auch an die Aufgabe am Freitag herangehen“, meinte der Finne. Aber selbst bei einer Niederlage in Bozen hätte der Titelverteidiger noch den Vorteil des zu Beginn der Best-of-seven-Serie geschafften Auswärts-“Breaks“ auf seiner Seite.

Stürmer Manuel Geier erwartet einen forschen Auftritt des Gegners. „Sie werden nicht zurückstecken und am Freitag sehr hart aus der Kabine kommen. Wir halten das gleich. Ich denke, dass beide Teams mit dem Mindset in die dritte Partie gehen, dass es in der Serie noch 0:0 steht, denn so ist das in den Play-offs: Man denkt von Spiel zu Spiel, das Vergangene besitzt kaum Bedeutung.“

Besonders gut in Schuss präsentierte sich in den Reihen der „Rotjacken“ zuletzt Lukas Haudum mit zwei Toren, aber auch das Legionärsduo Nick Petersen und Matt Fraser trifft im Play-off regelmäßig. Mit Sebastian Dahm hat man bisher auch den deutlich besseren Goalie in seinen Reihen. Und die Statistik spricht ebenfalls für den KAC. Eine 2:0-Führung hat der österreichische Rekordmeister in Best-of-seven-Serien bei 13 Gelegenheiten nur ein einziges Mal noch aus der Hand gegeben. Zudem ist man mit 20 Siegen in 29 Saisonpartien so auswärtsstark wie seit 20 Jahren nicht mehr.

Hoffnung schöpfen dürfen die Bozener aber aus dem knappen 4:5 zuletzt in Klagenfurt. Coach Greg Ireland glaubt nicht zuletzt deshalb noch an die Trendwende. „Ich schätze die Unverwüstlichkeit unseres Teams, wir geben nie auf“, betonte der Kanadier und verwies auf die in Klagenfurt großteils schon viel besser gelaufenen Dinge. Darauf müsse man aufbauen und im Heimspiel möglichst noch besser weitermachen. Stürmer Mike Halmo fehlt den Südtirolern ein letztes Mal wegen seiner Vier-Spiele-Sperre.


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