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„Parsifal" in der Wiener Staatsoper: Der doppelte Tor im Häfen

Die Wiener Staatsoper hat ihren neuen „Parsifal“ aufgezeichnet: mit Spitzenbesetzung und in einer ambivalenten Inszenierung von Kirill Serebrennikow.

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Fake News zu Wagners „Bühnenweihfestspiel“? Jonas Kaufmann darf den alten Parsifal singen, Nikolay Sidorenko die junge Ausgabe davon spielen und Elina Garanca gelingt als Magazin-Redakteurin mit ihrer ersten Kundry die Verführung wieder nicht.
© Wiener Staatsoper/Pöhn

Von Stefan Musil

Wien – In der Wiener Staatsoper wurde vor einer Woche „die Zeit zum Raum“, zum Raum, zum Raum ... Wagners „Parsifal“ stand in einer Neuinszenierung zur Aufzeichnung. Doch man sendete erst die Woche darauf, weshalb sich auch die Kritiken mit Verspätung ihren Raum in der Zeit suchen durften.

Den fand genauso der Regisseur Kirill Serebrennikow. Er erkor sich Gurnemanz’ „Zum Raum wird hier die Zeit“ als Leitthema. Was man wissen muss: Der Putin-kritische Theatermacher aus Moskau wurde wegen angeblicher Unterschlagung von Subventionen zu Bewährungsstrafe, Hausarrest und Geldzahlungen verurteilt. Der Hausarrest ist aufgehoben, das Ausreiseverbot besteht weiterhin. Daher inszeniert Serebrennikow mittels Internet, Kamera und Ko-Regisseur.


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