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Klimaziele verfehlt: Felipe will Beseitigung des Dieselprivilegs

Aus Sicht des Bundesrechnungshofs wird Österreich die Klimaziele bis 2030 deutlich verfehlen. Vor allem eine Trendumkehr zu einer nachhaltigen Verringerung der Emissionen im Verkehr sei nicht erreicht worden. LHStv. Felipe fordert einmal mehr das Aus für das Dieselprivileg.

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Der Lkw-Transit und der Tanktourismus bremsen die Klimabilanz.
© Thomas Boehm / TT

Von Peter Nindler

Innsbruck – Die Kritik des Rechnungshofs an der Klimapolitik in Österreich kommt nicht überraschend. Bereits jetzt verursache der Klimawandel volkswirtschaftliche Kosten von einer Milliarde Euro jährlich, heißt es in einem aktuellen Bericht. Zudem werde Österreich aus heutiger Sicht die Klimaziele der EU für 2030 deutlich verfehlen. „Daher ist mit Kompensationszahlungen für den Ankauf von Emissionszertifikaten von bis zu 9,214 Milliarden Euro zu rechnen.“

Der Verkehr ist der größte Schadstofftreiber, österreichweit nahmen die Emissionen zwischen 2013 und 2018 um drei Prozent zu. In Tirol betrug die Steigerung zwischen 2005 und 2018 rund 0,8 Prozent. Laut Klimafortschrittsbericht ist der Anstieg hauptsächlich auf den zunehmenden Straßenverkehr und den Kraftstoffexport ins Ausland „aufgrund der im Vergleich zu den Nachbarstaaten günstigen Kraftstoffpreise zurückzuführen“.


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