Zwei Abfahrts-Weltmeister im Duell um ÖSV-Präsidentenamt

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Mit Michael Walchhofer und Renate Götschl sind zwei ehemalige Abfahrts-Weltmeister des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) die aktuellen Kandidaten um die Nachfolge von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel. Die Bereitschaft des 45-jährigen Salzburgers Walchhofer ist seit längerem bekannt, vergangenen Sonntag ging auch die gleichaltrige, ehemalige „Speed-Queen aus der Steiermark ins Rennen. Für Walchofer ändert das aber nichts.

Götschl hatte am Sonntagabend verkündet, für das Präsidentenamt kandidieren zu wollen. Dafür muss sie formal vom steirischen Skiverband nominiert werden. Der im Sommer 80 Jahre alt werdende Schröcksnadel stellt sich nach 31 Jahren nicht mehr der Wiederwahl, spätestens Ende Juni soll der Nachfolger oder die Nachfolgerin öffentlich bekannt gemacht werden. Die Entscheidungen werden aber wohl schon im Vorfeld fallen. Götschl wäre die erste weibliche Präsidentin des in Innsbruck situierten, erfolgreichsten Sportverbandes Österreichs.

Walchhofer und Götschl sind nicht nur gleicher Jahrgang 1975, beide gehörten zu den erfolgreichsten Skirennläufern ihrer Zeit. Walchhofer war 2003 Abfahrts-Weltmeister und hat drei Mal den Abfahrtsweltcup gewonnen. Der Steirerin Götschl ist das gleich fünf Mal gelungen, zudem hatte sie 1999 in ihrer Spezialdisziplin Gold geholt und in der Saison 1999/2000 auch den Gesamtweltcup gewonnen. Walchhofer ist heute Familienvater und Hotelier in Zauchensee sowie seit längerem Vizepräsident im Österreichischen Skiverband. Die in Spielberg lebende Obdacherin Götschl ist Mutter zweier Töchter und seit einigen Jahren Vizepräsidentin im Steirischen Skiverband, wobei ihr besonders die Nachwuchsarbeit am Herzen liegt.

„Das ändert für mich grundsätzlich nichts“, sagte Walchhofer am Montag auf Anfrage zur Kandidatur von Götschl. Ursprünglich war Kitzbühel-Präsident Michael Huber ein weiterer Kandidat neben Walchhofer gewesen. Der Tiroler hat aber vor einigen Wochen zurückgezogen, um sich auf die Hahnenkamm-Rennen konzentrieren zu können.

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Die doch etwas überraschende Kandidatur von Götschl nahm Walchhofer selbstbewusst zur Kenntnis. „Ich habe den PräsidentInnen mein Konzept und meine Vorstellungen sehr detailliert dargelegt und jetzt haben diese die Möglichkeit, zu entscheiden“, richtete der Salzburger aus.


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