Prozess nach Brand mit Todesopfer in oö. Abfallsortieranlage

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Nach einem Brand mit einem Toten und mehreren Verletzten im Oktober 2019 in einer Abfall-Sortieranlage in Hörsching (Bezirk Linz-Land), muss sich heute, Dienstag, ein leitender Mitarbeiter vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft Linz legt ihm die fahrlässige Herbeiführung einer Feuersbrunst sowie umweltgefährdendes Behandeln und Verbringen von Abfällen zur Last. Im Falle eines Schuldspruchs drohen dafür bis zu drei Jahre Haft.

Auf Anordnung des Angeklagten sollen 6.500 Deospraydosen in einer dafür ungeeigneten Maschine gepresst worden und daraufhin explodiert sein. Bei dem folgenden Brand wurde der Mitarbeiter, der die Presse bediente, so schwer verletzt, dass er später im Spital starb. Auch der Angeklagte und ein weiterer Kollege erlitten schwere Verbrennungen, insgesamt wurden neun Personen verletzt. Der Sachschaden beträgt laut Energie AG Umwelt Service 17 Millionen Euro. Die Sortieranlage in Hörsching ist bis heute außer Betrieb.


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