Russe Karazew schaltet Djokovic in Belgrad-Halbfinale aus

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Aslan Karazew hat in seinem Tennis-Superjahr 2021 das nächste Highlight gesetzt. Der Russe schaltete am Samstag im Halbfinale des ATP-Turniers von Belgrad den topgesetzten Lokalmatador Novak Djokovic mit 7:5,4:6,6:4 aus und kämpft damit am Sonntag um seinen zweiten Turniersieg nach jenem in Dubai. Seiner Favoritenrolle gerecht wurde hingegen Rafael Nadal bei seinem Heimevent in Barcelona, wo er mit einem 6:3,6:2 gegen seinen Landsmann Pablo Carreno Busta ins Endspiel einzog.

Djokovic hatte im Australian-Open-Halbfinale gegen Karazew noch klar in drei Sätzen die Oberhand behalten. Ausgerechnet in der Heimat des Serben drehte der große 2021-Aufsteiger nun den Spieß um. Im ersten Satz machte der Russe mit drei Breaks um eines mehr als sein Gegner und behielt mit 7:5 die Oberhand. Im zweiten Satz war die Bilanz dann genau umgekehrt, weshalb Djokovic mit 6:4 der Satzausgleich gelang.

Im Entscheidungsdurchgang gelang Karazew mit dem Break zum 4:3 die Vorentscheidung, nachdem Djokovic in diesem Satz zuvor gleich acht Breakmöglichkeiten nicht verwertet hatte. Bei 3:5 konnte der Weltranglistenerste einen Matchball noch abwehren, nach zwei vergebenen Breakchancen auf das 5:5 beendete Karazew die Partie nach fast dreieinhalb Stunden mit dem zweiten Matchball. Es war die bisher längste Partie auf der ATP-Tour in diesem Jahr.

„Es ist sicher der größte Sieg meiner Karriere, ich habe alles reingelegt in die Partie. Das musst du auch, weil gegen ihn spielst du wie gegen eine Wand“, sagte der zu Saisonbeginn quasi aus dem Nichts gekommene 27-Jährige im Siegerinterview auf dem Platz. Sein Finalgegner ist der Italiener Matteo Berrettini, 6:1,6:7(5),6:0-Sieger gegen den Japaner Taro Daniel. Djokovic wiederum gab sich als fairer Verlierer: „Ich hatte zu viel Aufs und Abs. Ich bin nicht glücklich mit meiner Leistung. Ich habe einen harten Kampf geliefert, aber er hat immer großartige Schläge ausgepackt, als es wichtig war.“

Nadal schaffte zum zwölften Mal den Sprung ins Barcelona-Endspiel, wobei der 34-Jährige bei seinen bisherigen elf Anläufen am Ende auch immer den Titel gewonnen hat. Diese Serie des Weltranglistendritten will am Sonntag Stefanos Tsitsipas beenden. Der Ranglistenfünfte agierte beim 6:3,6:3 gegen den Italiener Jannik Sinner ebenfalls souverän. Tsitsipas hofft auf seinen zweiten Titelgewinn in Folge, nachdem er zuletzt in Monte Carlo erstmals überhaupt einen Masters-Titel eingefahren hat.

Beim Damen-Event in Stuttgart machte sich die Weltranglistenerste Ashleigh Barty im Halbfinale mit einem 4:6,7:6(5),6:2 gegen die Ukrainerin Elina Switolina selbst ein tolles Geburtstagsgeschenk. „Ich liebe es, Tennis zu spielen. Ich liebe es, mich zu messen, und an meinem Geburtstag ist es noch spezieller“, sagte die 25-jährige French-Open-Siegerin von 2019. Finalgegnerin der Australierin ist am Sonntag Aryna Sabalenka. Die Weißrussin fertigte die rumänische Wimbledonsiegerin Simona Halep mit 6:3,6:2 ab.


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