Bayern-Meisterfeier nach 1:2 in Mainz aufgeschoben

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Der FC Bayern hat die vorzeitige Kür zum deutschen Fußball-Meister verpasst. Die Münchner kassierten am Samstag gegen den FSV Mainz 05 eine überraschende 1:2-Auswärtsniederlage und können damit theoretisch noch von RB Leipzig eingeholt werden. Sollten die Sachsen aber am Sonntag daheim gegen den VfB Stuttgart verlieren, wären die Bayern fix Meister.

Im Duell um einen Champions-League-Platz setzte es für die beiden österreichischen Trainer bittere Niederlagen. Oliver Glasners VfL Wolfsburg verlor daheim 0:2 gegen Dortmund, Adi Hütters Eintracht Frankfurt musste sich bei Bayer Leverkusen 1:3 geschlagen geben. Union Berlin gewann daheim gegen Werder Bremen 3:1 und befindet sich damit weiterhin auf Europacup-Kurs. Freiburg und Hoffenheim trennten sich 1:1.

In Mainz nahm das Unheil für die Bayern schon früh seinen Lauf. Jonathan Burkardt brachte den FSV bereits in der dritten Minute in Führung, Goalie Manuel Neuer machte dabei schlechte Figur. Beim 2:0 der Gastgeber durch einen Kopfball von Robin Quaison (37.) war der DFB-Internationale chancenlos. Die Vorlage hatte Philipp Mwene mit einer perfekten Freistoßflanke geliefert.

Davor und danach präsentierten sich die Bayern bemerkenswert harmlos, Robert Lewandowski glückte nur noch das Ehrentor (94.). Damit muss der in der 70. Minute ausgetauschte David Alaba auf seinen zehnten deutschen Meistertitel noch etwas warten. Echte Zweifel an der neunten Meisterschaft des FC Bayern in Folge gibt es aber weiterhin nicht, schließlich beträgt der Vorsprung auf Leipzig nach Verlustpunkten gerechnet komfortable sieben Zähler.

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Die Mainzer sind durch den Überraschungssieg so gut wie gerettet. Mwene spielte bei den Gastgebern durch, Karim Onisiwo verließ in der 80. Minute den Platz und Kevin Stöger war Ersatz. Deren Landsmann Xaver Schlager musste mit Wolfsburg eine schwere Niederlage einstecken - durch das Heim-0:2 gegen Dortmund beträgt der Vorsprung des von Glasner gecoachten Tabellendritten auf den fünftplatzierten BVB drei Runden vor Schluss nur noch zwei Punkte.

Held des Tages war aus Dortmunder Sicht einmal mehr Erling Haaland. Der Norweger erzielte beide Tore der Gäste, in der zwölften Minute nach einem Fehlpass von Ridle Baku und in der 68. Minute nach einem Konter und Sololauf aus der eigenen Hälfte. Den Vorsprung brachten die Dortmunder trotz Unterzahl nach Gelb-Rot für Jude Bellingham (59.) relativ problemlos über die Zeit.

Damit fehlt Haaland und Co. nur noch ein Punkt auf einen Champions-League-Platz, denn für die viertplatzierten Frankfurter gab es in Leverkusen nichts zu holen. Die Bayer-Tore erzielten Leon Bailey mit einem Volley aus spitzem Winkel zwischen die Beine von Eintracht-Keeper Kevin Trapp (70.), Lucas Alario mit einem sehenswerten Lupfer (80.) und Kerem Demirbay mit einem abgefälschten Schuss (92.).

Andre Silvas Tor für die Hessen war nur Resultatskosmetik (91.). Bei den Siegern spielte Aleksander Dragovic so wie Martin Hinteregger bei Frankfurt durch. Stefan Ilsanker wurde von Hütter in der 83. Minute ausgewechselt. In der ersten Hälfte hatte die Polizei eine Auseinandersetzung zwischen Fan-Gruppen beider Lager verhindert. Festnahmen gab es ersten Informationen zufolge keine. Nach Angaben der örtlichen Polizei war es jedoch das erste Mal, seitdem Fußball-Spiele ohne Zuschauer ausgetragen werden, dass man wegen möglicher Fan-Krawalle einschreiten musste.

Beim 3:1 von Union Berlin gegen Werder Bremen avancierte Joel Pohjanpalo mit einem lupenreinen Hattrick (50., 53., 67.) zum Matchwinner für die Gastgeber, bei denen Christopher Trimmel in der 91. Minute ins Spiel kam. Während sich die Berliner mit dem Gedanken an einen internationalen Startplatz vertraut machen dürfen, kommt Werder (Marco Friedl bis 64.) aus dem Bereich der Abstiegszone nicht weg.

Das Kräftemessen der Mittelständler SC Freiburg und TSG 1899 Hoffenheim endete nach Toren von Vincenzo Grifo (81.) beziehungsweise Andrej Kramaric (40.) mit einem 1:1. Philipp Lienhart spielte bei den Hausherren ebenso durch wie auf der Gegenseite Florian Grillitsch. Stefan Posch blieb bei Hoffenheim zur Pause in der Kabine, Christoph Baumgartner wurde in der 61. Minute eingewechselt.


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