Angreifer von Paris rief „Allahu akbar“

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Nach der mutmaßlich terroristischen Attacke auf eine Polizeimitarbeiterin im Rambouillet bei Paris haben Ermittler deutliche Hinweise auf eine Radikalisierung des Tatverdächtigen. Der 36-jährige Jamel G. habe bei dem Messerangriff „Allahu akbar“ (Gott ist groß) gerufen, sagte der Anti-Terror-Staatsanwalt Jean-François Ricard am Sonntag in Paris. Dies hätten zwei Zeugen bestätigt.

Der aus Tunesien stammende Angreifer hatte die 49-Jährige am Freitag in ihrer Dienststelle ermordet. Sie starb nach zwei Messerstichen in den Unterleib und die Kehle, so Ricard. Unmittelbar vor der Tat habe Jamel G. ein Video mit religiösen Gesängen abgerufen, die den Jihad verherrlichten. Der Angreifer war an Ort und Stelle von der Polizei getötet worden.

Der Tod der Mutter zweier Kinder sorgte in Frankreich für großes Aufsehen, Staatschef Emmanuel Macron schaltete sich persönlich ein. „Das ist ein islamistischer Anschlag“, resümierte Innenminister Gérald Darmanin in der Wochenzeitung „Journal du Dimanche“.

Ermittler nahmen bei der Fahndung fünf Menschen in Gewahrsam. Unter ihnen ist auch der Vater des Täters, wie Ricard sagte. Zeugen hätten berichtet, dass der 36-Jährige Verhaltensauffälligkeiten gezeigt habe. Ob der Mann Komplizen hatte, werde noch untersucht. Man arbeite auch mit den tunesischen Behörden zusammen.

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Frankreich wird seit Jahren von islamistischen Anschlägen erschüttert. Mehr als 250 unschuldige Menschen wurden dabei getötet. Im Oktober wurde der Lehrer Samuel Paty nordwestlich der Hauptstadt von einem Islamisten brutal enthauptet.


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