Polizei erwischt Schönheits-Kurpfuscher in Wien

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Über Facebook und Instagram hat ein 33-Jähriger Face- und Augenbrauenlifting sowie Botox- und Hyaluronbehandlungen angeboten. Die vorgeschriebene medizinische Ausbildung hatte er nicht. Auf die Schliche kamen dem Mann die Ermittler erst, nachdem sich eine Frau nach einem missglückten Augenbrauenlifting an die Exekutive wandte, wie Polizeisprecherin Barbara Gass am Montag mitteilte. Der serbische Staatsbürger wurde wegen Kurpfuscherei angezeigt.

Der 33-Jährige war in Österreich nicht gemeldet und mietete immer nur tageweise Wohnungen an, um seine Behandlungen durchzuführen. Das Geschäft soll er seit rund einem Jahr betrieben haben. Seine Kunden köderte er über die sozialen Netzwerke. Für ein Augenbrauenlifting mit Ankernähten verlangte er etwa 400 bis 500 Euro, deutlich günstiger als bei regulären Anbietern. Dabei nahm er in Kauf, dass die Patienten durch die nicht sachgemäß durchgeführten Eingriffe schwer geschädigt wurden. Bei einer Frau ging die Operation dermaßen schief, dass sie sich im Krankenhaus behandeln lassen musste. Ihr Gesicht war entzündet.

Die Ermittler des Stadtpolizeikommandos Innere Stadt bekamen Wind von dem Vorfall und fingen an zu recherchieren, bis sie eine Wohnung ausfindig gemacht hatten, in der sich der Kurpfuscher am Sonntag befand. Am Abend drangen sie in die Wohnung am Opernring ein, wo sich der 33-Jährige gerade auf weitere Behandlungen vorbereitete. Sie fanden Tupfer und benutzte Spritzen sowie 2.680 Euro, offenbar die Tageslosung.

Der Mann wurde wegen Kurpfuscherei angezeigt. Patienten des Verdächtigen können sich in jeder Polizeidienststelle melden und Anzeige erstatten.

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