ÖHB-Männer vor Finale der EM-Quali unter Druck

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Acht Großereignisse seit 2010, zuletzt viermal in Folge - Österreichs Handballmänner haben sich die Latte selbst hoch gelegt. Bei der EM 2022 in Ungarn/Slowakei droht Rot-Weiß-Rot aber die Zuschauerrolle, der Druck vor den entscheidenden Partien am Donnerstag in Estland (18.30 Uhr) und am Sonntag in Graz gegen Bosnien-Herzegowina (18.00/beide live ORF Sport +) ist groß. Die Truppe von Ales Pajovic hat das Schicksal zwar in eigener Hand, braucht aber wohl zwei Siege.

Für den 23-Jährigen ist es nach seinem Kreuzbandriss im Spätsommer auch diesmal noch zu früh, dazu gesellt sich der Ausfall von Alexander Hermann. Kurzfristig kommt die Absenz von Rückraum Daniel Dicker, der nach einem Coronafall bei seinem Club Eisenach in Quarantäne musste. Immerhin schaffte Rückraum-Youngster Lukas Hutecek rechtzeitig ein Comeback. Nach dem Bruch des kleinen Fingers an der Wurfhand Ende März gab der künftige Lemgo-Legionär am Wochenende sein Comeback bei den Fivers und ist mit an Bord.

Pajovic warnte eindringlich vor den Gegnern, die dem Vernehmen nach mit ihren jeweils besten Aufgeboten warten. „Estland hat gegen Bosnien-Herzegowina überrascht. Sie kämpfen bis zur letzten Sekunde“, meinte der Slowene über die Balten. Die feierten im Jänner einen 24:21-Heimsieg über die Balkan-Handballer und unterlagen Österreich im ersten Duell in Graz 28:31 („Es war nicht unser bestes Spiel“). Für ein Großereignis waren sie noch nie qualifiziert.

„Bosnien verfügt über viele individuell starke Spieler, spielt hart in der Abwehr und hat einen der besten Torhüter der deutschen Bundesliga. Aber wir spielen zuhause“, hoffte Pajovic in Graz auf den Heimvorteil, auch wenn Zuschauer nicht zugelassen sind.

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