48-Jährige stand bei Feuer in Badener Haus in Flammen

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Bei einem Brand am Dienstag in Baden ist eine 48-Jährige schwer verletzt worden. Das Feuer war gegen 20.00 Uhr in einer Kellerwohnung ausgebrochen, die Betroffene wurde von Flammen erfasst und lief ins Freie. „Beim Eintreffen der Feuerwehr ist die Frau brennend am Gehsteig gelegen und musste von den Einsatzkräften abgelöscht werden“, sagte Franz Resperger vom Landeskommando. Die Verletzte wurde ins AKH Wien geflogen. Die Polizei ermittelt, ein Benzinkanister wurde gefunden.

Rund eineinhalb Stunden versuchten die Einsatzkräfte, die Frau zu stabilisieren, bevor sie vom Notarzthubschrauber ins Spital abtransportiert wurde, sagte der Feuerwehrsprecher. Die 48-Jährige erlitt Verbrennungen dritten Grades und wurde in die Intensivabteilung des AKH Wien gebracht, berichtete die Stadtpolizei. Im Einsatz stand der Hubschrauber „Christophorus 3“. Da das Gebäude - es handelt sich laut Resperger um eine ehemalige Frühstückspension - stark verraucht war, wurden die restlichen Wohnungen und Räume aufgebrochen, es befand sich aber niemand mehr in dem Objekt. Der Sprecher berichtete von einem „massiven Atemschutzeinsatz“, der Brand selbst war aber rasch gelöscht.

Ein zweiter Bewohner soll eine leichte Rauchgasvergiftung erlitten haben. Er wurde im Landesklinikum Baden ambulant behandelt, teilte Oberst Walter Santin von der Stadtpolizei Baden auf APA-Anfrage mit. Die Tochter der Verletzten und weitere Angehörige wurden vom Kriseninterventionsteam betreut.

Die Ursache für das Feuer stand vorerst nicht fest. „Die Erhebungen sind im Gange“, sagte Santin. Am Mittwochvormittag waren Brandsachverständige des Bundeskriminalamtes sowie ein Brandermittler der Bundespolizei am Ort des Geschehens, um weitere Untersuchungen vorzunehmen. Auch ein Spürhund wurde eingesetzt. Im Zimmer, in dem das Feuer ausgebrochen war, wurde ein verkohlter Benzinkanister gefunden, von dem laut Polizei offensichtlich der Brand ausgegangen war. Warum das Behältnis bzw. dessen Inhalt Feuer gefangen hat, stand vorerst nicht fest. „Eine Klärung wird voraussichtlich erst möglich sein, wenn die verletzte Frau zum Sachverhalt einvernommen werden kann“, teilte die Stadtpolizei am Nachmittag in einer Aussendung mit.


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