Kreml hält sich Entscheidung über Gipfel mit Biden offen

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Der Kreml hält sich die Entscheidung über ein erstes Gipfeltreffen des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit US-Präsident Joe Biden offen. Kremlsprecher Dmitri Peskow warf den Vereinigten Staaten am Donnerstag im Staatsfernsehen „feindliche Schritte“ vor. Deshalb tue man sich mit der Zusage zu einem möglichen Gipfel schwer. Der Gipfel könnte Spekulationen zufolge während einer Europa-Reise Bidens im Juni stattfinden. Neben anderen Städten hat sich auch Wien angeboten.

Peskow sagte, erst gebe es einen Vorschlag der USA, über gemeinsame Interessen zu sprechen. Dann folgten aber Handlungen, um Russland Einhalt zu gebieten. „Das erschwert die Analyse von russischer Seite, damit der Präsident eine Entscheidung zu dem Gipfel treffen kann.“

Biden hatte Putin bereits Mitte April in einem Telefonat ein Treffen vorgeschlagen. Das Treffen könnte im Sommer in einem europäischen Land über die Bühne gehen, hatte es geheißen. Kremlsprecher Peskow hielt den USA nun aber eine Politik von „Zuckerbrot und Peitsche“ vor. „Lässt sich Russland das gefallen? Die Antwort ist offensichtlich: Nein.“ Russland werde sich einer solchen Politik ohne Perspektive entgegenstellen, betonte der Vertraute Putins. „Wir haben nicht die Absicht, diese konfrontativen Erscheinungen zu dulden.“

Die neue US-Regierung wirft Moskau eine Vielzahl an feindlichen Handlungen vor, darunter Hackerangriffe auf Regierungsstellen und Einmischung in die jüngste Präsidentenwahl. Deshalb verhängte Washington auch Sanktionen.


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