30 Tote bei Autobombenanschlag im Osten Afghanistans

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Im Osten Afghanistans sind am Freitag bei einem Autobombenanschlag mindestens 30 Menschen getötet worden. Örtliche Behörden bezifferten die Zahl der Verletzten auf mehr als 60. Das Attentat ereignete sich in Pul-e Alam, der Hauptstadt der Provinz Logar. Unter den Opfern befanden sich zahlreiche Schüler sowie zudem Angehörige regierungsnaher Milizen, wie der Vorsitzende des Provinzrats, Hazibullah Staneksai, mitteilte.

Die Bombe wurde demnach gezündet nahe eines Anwesens, das auch als Gästehaus genutzt wird. Wer für den Anschlag verantwortlich ist, blieb zunächst unklar. Von den aufständischen radikalislamischen Taliban war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen. Seit Bekanntgabe der NATO-Truppenabzugspläne vor zwei Wochen hat die Gewalt in Afghanistan deutlich zugenommen.

Der Anschlag ereignete sich einen Tag vor dem offiziellen Beginn des Abzugs der internationalen Truppen aus Afghanistan. Nach fast 20 Jahren Einsatz sollen rund 10.000 NATO-Soldatenn der Ausbildungsmission „Resolute Support“, darunter 2.500 Soldaten aus den USA, bis spätestens September das Land verlassen haben.

Faktisch hat der Abzug nach Angaben der NATO bereits begonnen. Bereits seit Wochen wird Material aus dem Land gebracht. Mehrere NATO-Länder haben zusätzliche Kräfte bereitgestellt oder halten sie bereit, um den Abzug zu sichern.

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