Nordosten Japans von schwerem Erdbeben erschüttert

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Ein schweres Erdbeben der Stärke 6,8 hat am Samstag den Nordosten Japans erschüttert. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS ereignete sich das Beben in 47 Kilometern Tiefe vor der Pazifikküste der Region Miyagi in der Nähe des Epizentrums des verheerenden Bebens, das vor gut zehn Jahren die Tsunami- und Reaktorkatastrophe von Fukushima ausgelöst hatte.

Nach dem Beben am Samstag bestand nach Angaben der US-Erdbebenwarte und der japanischen Meteorologiebehörde JMA aber keine Tsunamigefahr. Die Erschütterungen waren entlang der Ostküste Japans und auch in der Hauptstadt Tokio zu spüren. Laut dem Fernsehsender NHK lagen zunächst keine Berichte über Schäden vor.

Japan liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, wo tektonische Platten aufeinanderstoßen. In diesem Gebiet kommt es häufig zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen. Die Fukushima-Katastrophe hatte sich am 11. März 2011 ereignet. Ein Beben der Stärke 9,0 erschütterte damals die Nordostküste Japans.

Das am Meer gelegene AKW Fukushima wurde kurz nach dem Erdbeben von einer fast 15 Meter hohen Wasserwand getroffen. Das Kühlsystem des Kraftwerks fiel aus, in drei der sechs Reaktoren kam es zur Kernschmelze. Die Katastrophe verwandelte umliegende Orte in Geisterstädte. Es war das schlimmste Atomunglück seit der Tschernobyl-Katastrophe von 1986. Etwa 18.500 Menschen starben oder gelten bis heute als vermisst. Die meisten Opfer sind auf den Tsunami zurückzuführen.


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