230 Sturmeinsätze für 110 Feuerwehren in Niederösterreich

  • Artikel
  • Diskussion

Sturm hat am Sonntag für 230 Feuerwehreinsätze in Niederösterreich gesorgt. Schwere Schäden seien nicht entstanden, sagte Franz Resperger, Sprecher des Landeskommandos, auf APA-Anfrage. In Traiskirchen (Bezirk Baden) wurde ein Helfer von einer Baumkrone getroffen und verletzt. Laut Resperger waren 110 Feuerwehren mit etwa 2.000 Mitgliedern ausgerückt. Die 230 Einsätze betrafen vor allem den Donauraum und den Süden des Bundeslandes. Am Nachmittag legte sich der Sturm.

In Traiskirchen war Resperger zufolge bei der Zufahrt zum ehemaligen Semperit-Gelände ein Baum umgestürzt. Bei den Arbeiten zur Beseitigung des Hindernisses wurde der Helfer von der abgebrochenen Krone eines anderen Baums getroffen. Er erlitt nach Angaben des Sprechers einen Bruch der Elle. Der Arm wurde im Krankenhaus in Gips gelegt, der Feuerwehrmann anschließend in häusliche Pflege entlassen.

Was nicht niet- und nagelfest sei, fliege durch die Gegend, hatte Resperger am Vormittag berichtet. Auch mobile Verkehrszeichen seien auf Fahrbahnen und Dachziegel von Häusern geschleudert worden. Zudem habe der Sturm Bäume entwurzelt und große Äste abgerissen.

Laut FF Wiener Neudorf mussten in der Gemeinde im Bezirk Mödling lose Bauteile auf einer Baustelle gesichert werden, weil diese andernfalls auf die Gleise der Wiener Lokalbahnen geweht worden wären. Bäume seien auf Gehwege, Straßen und sogar in den Mödlingbach gestürzt.

Während der heftige Sturm über das Land fegte, wurde am Vormittag die virtuelle Florianimesse des NÖ Landesfeuerwehrverbandes aus der Basilika Maria Taferl, zelebriert von Landesfeuerwehrkurat Stefan Holpfer, auf Facebook und YouTube übertragen. Sie fand zu Ehren des Schutzpatrons der Feuerwehr, des Hl. Florian, statt.


Kommentieren


Schlagworte