Prozess um Hilfe beim Suizid in Linz

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Mitwirkung am Selbstmord und Tötung auf Verlangen wirft die Staatsanwaltschaft Linz einem 36-jährigen vor, der sich am Montag vor Gericht verantworten muss. Der Mann soll einem Freund bei dessen Suizidversuch geholfen und ihn schließlich mit einem Polster erstickt haben. Der Entscheid des Verfassungsgerichtshofes vom Dezember, wonach Beihilfe zum Suizid nicht mehr strafbar ist, hat auf diesen Fall laut Staatsanwaltschaft keine Auswirkung.

Der Beschuldigte und das spätere Opfer litten beide unter psychischen Problemen. Der 36-Jährige soll seinem Freund die Tabletten für dessen geplanten Suizid besorgt haben. Weil der Sterbewillige aber nach der Einnahme zunächst Krämpfe bekam und dann stundenlang in einem lethargischen Zustand blieb, soll er ihm schließlich einen Polster und eine Decke aufs Gesicht gedrückt haben. Dem Angeklagten drohen sechs Monate bis fünf Jahre Haft.


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