Gedenktag gegen Gewalt Rassismus

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Zum 76. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen wird am heutigen Mittwoch der Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus begangen. Die Präsidialkonferenzen von National- und Bundesrat halten dazu am Vormittag eine gemeinsame Sondersitzung ab.

Im Vorfeld haben SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner und Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch die Notwendigkeit betont, „jeder Form von Hass, Ausgrenzung und Gewalt entschieden entgegenzutreten“. Die Befreiung des KZ Mauthausen vor 76 Jahren ist uns „antifaschistischer Auftrag, rassistische und antisemitische Vorfälle niemals zu ignorieren, sondern klar als solche zu benennen und mit allen Mitteln zu bekämpfen“, so Deutsch in einer Aussendung. „Es ist unsere Aufgabe als Gesellschaft, die Lehren aus den dunklen Kapiteln unserer Geschichte zu ziehen“, sagte Rendi-Wagner: „Erinnern, gedenken, niemals vergessen – das ist unser Auftrag. Menschlichkeit ist unsere Pflicht.“

Angesichts des jüngsten Antisemitismusberichts der Israelitischen Kultusgemeinde, der einen Höchstwert antisemitischer Vorfälle ausweist, fordert die SPÖ die rasche Umsetzung des Aktionsplans gegen Rechtsextremismus ein. Für Rendi-Wagner und Deutsch ist klar: „Antisemitismus hat in unserer Gesellschaft keinen Platz. Das Schüren von Rassismus und Hass, das Spalten unserer Gemeinschaft – mit der Pandemie als Feigenblatt, das dürfen und werden wir als Gesellschaft und Politik niemals tolerieren.“

Eine „breite Allianz gegen Etablierung rechter Strukturen“ forderte die Sprecherin für Gedenkpolitik der Grünen, Eva Blimlinger. „Wir müssen immer und überall aufmerksam und wachsam sein, um aktiv gegen Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit aufzutreten“, betonte die Historikerin in einer Aussendung. „Gegen blinden Hass sind wir auch heute nicht gefeit. Ganz im Gegenteil. Auch heutzutage werden in unserer Gesellschaft vermehrt Feindbilder geschürt, rassistische und extremistische Tendenzen sind auf dem Vormarsch. Was wir jetzt brauchen ist vor allem eines: mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt“, ergänzte die Grüne Sprecherin für Volksgruppen und Strategien gegen Rechtsextremismus, Olga Voglauer.


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