Hamilton kann in Spanien nächsten Schumacher-Rekord knacken

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Für die Formel 1 gibt es im Rekordkalender mit 23 Rennen keine Verschnaufpause. Für Serien-Weltmeister Lewis Hamilton, der am Sonntag mit einer starken Leistung in Portimao gewonnen und die WM-Führung ausgebaut hat, und seine Konkurrenten geht es diese Woche erneut auf der iberischen Halbinsel gleich mit dem vierten Saisonlauf weiter. Bei einem Sieg im Spanien-Grand-Prix am Sonntag in Montmelo bei Barcelona würde Hamilton den nächsten Rekord von Michael Schumacher knacken.

Bereits fünf Mal (2014 und 2017 bis 2020) hat der Brite auf dem 4,655 Kilometer langen Circuit de Barcelona-Catalunya triumphiert. Schumacher, der wie Hamilton sieben Mal Weltmeister in der Motorsport-Königsklasse wurde, feierte auf dem rund 30 Kilometer von der katalanischen Metropole entfernten Kurs sechs Siege.

Doch auch Red Bulls Titelkandidat Max Verstappen, der als WM-Zweiter aktuell acht Punkte Rückstand auf den Mercedes-Superstar aufweist, verbindet mit Montmelo beste Erinnerungen. 2016 fuhr der Niederländer dort den ersten Sieg seiner Formel-1-Karriere ein - im Alter von gerade einmal 18 Jahren und 228 Tagen als jüngster Grand-Prix-Pilot aller Zeiten.

„Barcelona wird immer einen ganz speziellen Platz in meinen Erinnerungen haben. Der erste Formel-1-Sieg ist sehr emotional, vor allem wenn er gewissermaßen ein Schock für alle ist, weil es ja mein Debüt für das Team war“, erinnerte sich Verstappen nun an die Ereignisse vor fünf Jahren, als er nach seinem Aufstieg von Toro Rosso kommend sein erstes Rennen für Red Bull gefahren war. Im Vorjahr wurde er in Katalonien hinter Hamilton Zweiter, nun bestreitet er schon seinen 100. WM-Lauf für den österreichisch-britischen Rennstall. „Ich werde langsam alt“, scherzte Verstappen.

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Red-Bull-Teamchef Christian Horner hatte die beiden iberischen WM-Läufe in der Vorwoche als „Lackmustest“ bezeichnet. Vor allem Montmelo, wo normalerweise immer die Testfahrten vor Saisonbeginn stattfinden, gilt als echter Gradmesser. Wenn ein Auto dort richtig gut funktioniert und schnell ist, dann hat man eine realistische Titelchance.

„Das Bild wird immer klarer. Red Bull und Mercedes sind die beiden herausragenden Teams, und Lewis und Max sind die beiden herausragenden Fahrer“, betonte Horner nun im Rückblick auf die ersten drei „unglaublich engen“ Rennen. Beim Saisonauftakt in Bahrain siegte Hamilton wie zuletzt in Portugal vor Verstappen, der dafür dazwischen in Imola den Titelverteidiger klar auf Platz zwei verwiesen hatte. Nach dem Rennen am Sonntag werde man dann ganz genau wissen, „wo unsere Stärken und Schwächen liegen“, so Horner.

Der Engländer thematisierte vor dem Spanien-GP wieder einmal die Track-Limit-Verstöße, die Verstappen heuer schon in Summe acht Punkte gekostet haben. So musste der 23-Jährige in Bahrain nach einem Überholmanöver im Finish, bei dem er über die erlaubte Markierung gefahren war, Hamilton wieder die Spitzenposition überlassen. Und in Portimao wurde ihm zuletzt der Zusatzpunkt für die schnellste Rennrunde wegen eines solchen Vergehens aberkannt.

„Die gesamte Track-Limit-Debatte ist nur frustrierend“, beklagte Horner. „Es war für uns in den ersten drei Rennen brutal. Es ist uns ziemlich teuer zu stehen gekommen“, weiß der 47-Jährige, dass Verstappen ohne diese Fauxpas in der WM sieben Punkte vor Titelverteidiger Hamilton liegen würde. Der Niederländer weiß selbst, dass er solch „dumme Fehler“ vermeiden muss, wenn er am Ende im Duell mit dem englischen Rekordmann, der am Samstag (ab 15.00 MESZ/live ORF 1 und Sky) auf seine 100. Pole Position losgeht, die Nase vorne haben will.


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