Biden erwägt Steuererleichterungen für Atomkraftwerke

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Die US-Regierung erwägt Insidern zufolge Steuererleichterungen für Atomkraftwerke, um die verschärften Klimaziele von Präsident Joe Biden zu erreichen. Es gebe innerhalb der Regierung Verständnis darüber, dass es die Atomkraft brauche, um die angestrebte Klimaneutralität der Energiewirtschaft bis 2035 zu erreichen, sagten mehrere informierte Personen. Die Pläne sollen in Bidens 2,3 Billionen Dollar (1.913,32 Mrd. Euro) schweres Investitionsprogramm integriert werden.

Dabei sollen auch die Wind-, Solar- und Batterieindustrie unterstützt werden, hieß es von den Insidern weiter. Das Präsidialamt wollte dazu keine Stellung nehmen.

Die USA betreiben derzeit mit 90 Kernkraftwerken so viele wie kein anderes Land der Erde. Viele ältere Meiler sollen demnächst aber vom Netz gehen, da der Betrieb wegen der Wartungskosten nicht mehr rentabel ist. Zudem steht die Atomindustrie in zunehmendem Wettbewerb mit den erneuerbaren Energien und Gaskraftwerken.

Allerdings haben Experten bereits darauf hingewiesen, dass Biden ohne die Atomkraftwerke seine Klimaziele nur schwer oder gar nicht erreichen werden könne. Bei der Produktion von Atomstrom entstehen keine Treibhausgase, deren Ausstoß für den Klimawandel verantwortlich gemacht werden. Befürworter der Atomkraft weisen zudem darauf hin, dass die Produktion von Atomstrom geringeren Schwankungen unterliegt wie jene von Wind- und Sonnenstrom.

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Infolge von mehreren schweren Unfällen, bei dem es zum Austritt von Radioaktivität kam, haben zahlreiche Länder insbesondere in Europa den Ausstieg aus der Atomenergie erklärt, darunter etwa Deutschland. Österreich verzichtet seit einem knapp ausgangenen Referendum über das Atomkraftwerk Zwentendorf im Jahr 1978 auf Atomstrom und will auch seine Nachbarländer zu einem AKW-Ausstieg bringen.


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