Mit Blick auf Platz eins: Hartberg will Ried endlich biegen

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Der TSV Hartberg hat am Samstag ein klares Ziel vor Augen. Die Tabellenführung in der Qualifikationsgruppe der Fußball-Bundesliga soll nicht mehr abgegeben werden. Auf dem Weg dorthin wäre am Samstag ein Erfolg gegen die SV Ried wichtig. Indes zählt für die Wiener Austria in Altach nur ein Sieg, um an den Hartbergern dran zu bleiben und ihrerseits nicht die Innviertler im Nacken zu haben. Für Tabellen-Schlusslicht SKN St. Pölten geht es gegen den Vorletzten Admira.

Die Rieder sind keine Lieblingsgegner von Hartberg. In dieser Saison setzte es für Hartberg zwei Niederlagen, einmal trennten sich die Teams mit einem Remis. Zuletzt siegten die Rieder Anfang April mit 3:2. „Ried haben wir leider nie besiegt. Wir werden im nächsten Spiel Dinge anders machen müssen“, sah Hartbergs Trainer Markus Schopp einen Stachel im Fleisch der Steirer.

Die Gäste können selbstbewusst antreten. Zwölf Zähler haben die Rieder unter Andreas Heraf in der Qualifikationsgruppe angeschrieben. Mehr als jede andere Mannschaft der unteren sechs. Bei Hartberg und der Austria sind es elf. Heraf bemühte eine alte Fußballweisheit. „Wir werden weiter von Spiel zu Spiel schauen und versuchen, so viele Punkte wie möglich einzuheimsen“, sagte der Coach. „Sicher wollen wir in Hartberg gewinnen oder zumindest einen Punkt mitnehmen.“

Die Austria ist mit Jochen Fallmann als Vertreter des erkrankten Peter Stöger und frischen Kräften nach Altach aufgebrochen. Zum Auftakt der Quali-Gruppe hatten die Wiener das Heimduell mit Altach nach späten Toren mit 2:0 gewonnen. Den drei Zähler vor Schlusslicht St. Pölten liegenden Tabellenzehnten erwartete Fallmann auch im Schnabelholz abwartend. „Altach steckt noch voll im Abstiegskampf. Sie werden versuchen, sich über Konter in Szene zu setzen und über Standardsituationen. Wir müssen ballsicher sein und die richtigen Entscheidungen treffen“, meinte Fallmann.

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Kroch so mancher Austrianer nach der intensiven Phase vor der zehntägigen Liga-Pause am Zahnfleisch, sind laut Fallmann die Akkus nun wieder aufgeladen. Die Nachwirkungen von Corona-Infektionen in der Mannschaft seien allerdings noch nicht wirklich abzusehen. Bei 100 Prozent scheinen viele Austria-Akteure derzeit nicht zu sein. Marco Djuricin ist aufgrund einer Knöchelblessur fraglich, bei Vesel Demaku trat die befürchtete schwere Schulterverletzung nicht ein.

Altach-Trainer Damir Canadi will gegen die Austria nur Zählbares mitnehmen. „Die anderen wollen uns jagen, wir müssen unsere Position absichern. Am Ende zählt nur, dass wir nächstes Jahr in der Liga sind. Es kann auch bis zum letzten Spieltag dauern, darauf sind wir vorbereitet“, sagte der Wiener. Er forderte defensiv eine Steigerung, nachdem sein Team zuletzt gegen Hartberg zweimal vermeidbare Gegentore hinnehmen musste. Neven Subotic und Emanuel Schreiner stehen wieder im Kader.

Die neue Amtszeit von Gerald Baumgartner als Trainer des SKN St. Pölten beginnt am Samstag gleich mit einem Schlüsselspiel gegen Admira an. Der Rückstand auf die Südstädter beträgt zwei Punkte, eine Niederlage in der BSFZ Arena sollte also dringend vermieden werden. „Verlieren ist verboten, das ist klar“, erklärte Baumgartner. Mit einem Sieg könnte St. Pölten sogar von Platz sechs auf Platz vier vorstoßen, doch mit derartigen Rechenspielen beschäftigt sich Baumgartner nicht. „Wir wollen einfach einen soliden, guten Auftritt hinlegen. Wenn wir das hinkriegen, werden wir uns belohnen“, meinte der Salzburger.

Die Admira holte zuletzt ein 0:0 bei der Austria, aus den vergangenen drei Runden schauten vier Punkte heraus. Für St. Pölten hingegen gab es in den jüngsten zehn Liga-Matches sieben Niederlagen und drei Unentschieden. Der bisher letzte Sieg datiert vom 20. Februar, als die WSG Tirol 1:0 geschlagen wurde.


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