Mindestens 25 Tote bei Explosion nahe Schule in Kabul

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Bei einer Explosion nahe einer Schule in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind am Samstag mindestens 25 Menschen getötet worden. Mindestens 52 weitere wurden verletzt, wie das Innenministerium mitteilte. Was die Explosion auslöste, war zunächst nicht klar. Bei den Opfern soll es sich um Zivilisten handeln.

Augenzeugen berichteten von Raketeneinschlägen in einer von Schiiten bewohnten Gegend im Westen der Stadt. In anderen Berichten war von einer Autobombe die Rede. Der Bereich sei abgesperrt worden, berichtete das Innenministerium, ohne Details zu nennen.

Trotz des begonnenen Abzugs der internationalen Truppen aus Afghanistan dauert die Gewalt in dem Krisenland an, wo aufständische Islamisten die von der NATO gestützte Regierung bekämpfen. Beobachter befürchten eine weitere Verschlechterung der Sicherheitslage.

Rund 10.000 NATO-Soldaten der Ausbildungsmission „Resolute Support“ werden bis spätestens 11. September das Land verlassen. Das Datum markiert den 20. Jahrestag der Terroranschläge in den USA von 2001, die der Anlass für den Einsatz waren. Schon seit Wochen wird Material aus dem Land gebracht. Die Friedensgespräche zwischen den militant-islamistischen Taliban und der Regierung in Kabul treten unterdessen auf der Stelle.

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Erst vor wenigen Tagen war in dem Land ein weiterer Bezirk an die Taliban gefallen. Dem Provinzrat Biamillah Atash zufolge eroberten die Islamisten nach Gefechten mit den Sicherheitskräften den Bezirk Burka in der Provinz Baghlan im Norden. In anderen Landesteilen schlugen die Sicherheitskräfte der Regierung in den vergangenen Tagen mehrere Offensiven der Taliban zurück.

In den Provinzhauptstädten Gazni und Kalat seien die Kämpfe nach Entsendung von zusätzlichen Regierungskräften abgeflaut. Auch in der Provinz Helmand im Süden des Landes machten die Sicherheitskräfte Fortschritte, hatte es am Mittwoch von Provinzräten geheißen. Kabul hatte Spezialkräfte in die Region geschickt und Luftschläge in mehreren Bezirken durchgeführt.


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