Johnson bietet Wahlsiegerin Sturgeon Zusammenarbeit an

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Nach ihrem Wahlsieg hat der britische Premierminister Boris Johnson der schottischen Regierungschefin Nicola Sturgeon eine Zusammenarbeit angeboten. „Ich bin überzeugt, dass den Interessen der Menschen im Vereinigten Königreich und insbesondere der Menschen in Schottland am besten gedient ist, wenn wir zusammenarbeiten“, erklärte Johnson am Samstagabend in seinem Glückwunschschreiben an Sturgeon. Deren Partei tritt für die Unabhängigkeit Schottlands ein

Deren Schottische Nationalpartei (SNP) gewann zum vierten Mal in Folge die Parlamentswahl in Schottland, die am Donnerstag abgehalten worden war. Sturgeons Partei fordert von Johnson, ein weiteres Referendum über die Frage der Unabhängigkeit in Schottland zuzulassen. Der Premierminister lehnt dies als „unverantwortlich und leichtsinnig“ ab.

In ihrer Siegesrede hatte die SNP-Chefin Johnson davor gewarnt, den „Willen des schottischen Volkes“ zu ignorieren. Es gebe für Johnson keine Rechtfertigung, „das Recht der Schotten zu blockieren, über unsere eigene Zukunft zu entscheiden“, sagte Sturgeon.

Beim ersten Referendum im Jahr 2014 hatten sich noch 55 Prozent der Schotten gegen eine Loslösung von Großbritannien ausgesprochen. Bei der Brexit-Abstimmung im Jahr 2016 votierten die Schotten aber mehrheitlich gegen den EU-Austritt. Danach gewann die Unabhängigkeitsbewegung in Schottland erneut an Fahrt.


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