Salzburg steht vor nächstem Meistertitel - Rapid verliert

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Red Bull Salzburg reicht am kommenden Mittwoch im Heimspiel gegen Rapid bereits ein Remis, um erneut den Fußball-Meistertitel zu fixieren. Nach dem 3:1-Auswärtssieg bei Sturm Graz am Sonntag liegen die Salzburger drei Runden vor dem Ende in der Fußball-Bundesliga neun Punkte vor Rapid. Die Wiener kassierten in der 29. Runde eine 1:2-Last-Minute-Pleite gegen den Fünften WAC, der allerdings nur noch einen Punkt hinter Sturm und dem LASK (3:3 gegen WSG Tirol) liegt.

Sturm Graz hatte Salzburg als einziges Team im Saisonverlauf zweimal gebogen, stand am Sonntag gegen den „ersten Anzug“ des Branchenprimus aber zum dritten Mal in Folge auf verlorenem Posten. Brenden Aaronson mit seinem ersten Doppelpack (20., 78.) und Zlatko Junuzovic (83.) sowie Otar Kiteishvili trafen (56.).

Rapid hätte nachziehen müssen, um zumindest noch eine kleine Chance auf den Titel zu wahren. Doch die Hütteldorfer mussten sich dem Wolfsberger AC 1:2 geschlagen geben, der entscheidende Treffer glückte Cheikhou Dieng in der 91. Minute. Marcel Ritzmaier hatte Rapid in der 57. Minute aus einem Freistoß in Führung gebracht, Michael Liendl erzielte aus einem umstrittenen Elfmeter den Ausgleich (68.). Rapids Mateo Barac sah in einer teilweise hektischen Partie die Rote Karte (77.).

Neun Punkte Vorsprung auf Rapid haben die Bullen vor den letzten drei Runden. Aufgrund des weit besseren Torverhältnisses ist ihnen der Titel nur noch theoretisch zu nehmen. Am kommenden Mittwoch könnte das Team von Jesse Marsch im Heimspiel gegen Verfolger Rapid das dritte Double aus Meisterschaft und Cup-Sieg in Folge fixieren. Sturm gastiert dann beim fünf Punkte dahinter liegenden Schlusslicht WSG Tirol. Die Mannschaft von Christian Ilzer ist weiter Dritter, hat aufgrund der Abrundung bei der Punkteteilung einen Vorteil gegenüber dem punktegleichen LASK.

Die Oberösterreicher trennten sich nach zweimaliger Führung von „Angstgegner“ WSG Tirol 3:3 und liegen damit weiter auf Platz vier. Die Linzer sind nun punktegleich mit Sturm Graz (1:3 gegen Salzburg). Tirol ist Sechster und Letzter der Meistergruppe, hat aber weiter noch Chancen auf eine Europacup-Teilnahme.

Eine Slapstick-Einlage von Peter Filipovic, die zu einem Eigentor führte, bescherte der WSG in der 24. Minute die Führung. Der LASK antwortete wenig später durch Johannes Eggestein (33.), der Leihspieler von Werder Bremen beendete damit seine Torflaute seit Ende Februar. Nach dem Seitenwechsel traf Thomas Goiginger (54.) ins Kreuzeck zur 2:1-Führung, die Nikolai Baden Frederiksen (70.) eine Viertelstunde später per Elfmeter egalisierte. Nach einem weiten Einwurf köpfelte Gernot Trauner (79.) zum 3:2 ein, der Kapitän sah kurz darauf aber die Gelb-Rote Karte und verursachte einen zweiten umstrittenen Elfmeter. Baden Frederiksen besorgte in der 84. Minute den 3:3-Endstand.


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