Zauneidechse ist Reptil des Jahres 2021

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Die Österreichische und die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie rücken die Zauneidechse zum zweiten Mal in Folge als Reptil des Jahres in den Fokus. Diese steht stellvertretend für zahlreiche heimische Arten, deren Bestand zunehmend gefährdet ist, weil ihre Lebensräume vom Menschen zerstört werden, so Judith Drapela-Dhiflaoui, Biodiversitätsexpertin des Umweltdachverbandes, am Dienstag. In den meisten Bundesländern gilt sie sogar als gefährdet bzw. stark gefährdet.

Zauneidechsen sind vor allem im Flach- und Hügelland anzutreffen, wo sich auch Menschen bevorzugt niederlassen“, weiß Andreas Maletzky, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Herpetologie (ÖGH). Früher besiedelte sie natürliche Grenzhabitate mit schütter bewachsenen offenen und strukturreichen Bodenstellen, wie dynamische Flussauen mit zahllosen Schotter- und Sandbänken. „Aufgrund von Gewässerregulierung und Kraftwerksbauten sind diese wertvollen Lebensräume heute weitgehend verschwunden.“

Aktuell wird Lacerta agilis, die „flinke Eidechse“, auf der Roten Liste in Österreich unter „Gefährdung droht“ geführt, in den meisten Bundesländern gilt sie sogar als gefährdet bzw. stark gefährdet. Neben schonendem Umgang mit unserer Umwelt könnte man dem Reptil des Jahres 2021 besonders mit einem naturnahen Garten helfen. Bunte Wiesen und der Verzicht auf Pestizideinsatz fördern die Insektenvielfalt und beleben auch den Speisezettel der Zauneidechse. „Lichte Stein- und Holzhaufen sowie Sandplätze für die Eiablage in einem wilden Garteneck locken die Sonnenfreundin an und helfen ihr beim Überleben. Um die Zauneidechse dauerhaft im Garten halten zu können müssen die entsprechenden Habitate jedenfalls katzenfrei gehalten werden“, sagte Maletzky.

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