Tagung befragt Zukunft des Heeresgeschichtlichen Museums

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Wie die Zukunft des Heeresgeschichtlichen Museums (HGM) aussehen könnte, steht am 20. und 21. Mai im Zentrum einer unabhängig vom Museum ausgerichteten Tagung im Literaturhaus Wien. Unter dem Titel „Heeresgeschichtliches Museum neu? Chancen einer angesagten Reform“ wollen sich Historikerinnen und Historiker, Kuratoren, Pädagogen und Museologen mit Zukunftsfragen auseinandersetzen. Das HGM stand zuletzt nach heftiger Rechnungshofkritik im Fokus mehrerer Evaluierungen.

„Das Verteidigungsministerium kündigte zwar wiederholt Reformen und eine Neubesetzung an, doch konkrete Schritte sind bislang nicht erkennbar. Offen ist auch in welche Richtung der Reformprozess gehen und in welchem Rahmen er stattfinden soll“, heißt es in der Ankündigung der Veranstaltung, für die Elena Messner (Institut für Slawistik, Universität Klagenfurt) und Peter Pirker (Institut für Zeitgeschichte, Universität Innsbruck) verantwortlich zeichnen. Die Schriftstellerin und Kulturwissenschafterin hatte schon im vergangenen Jahr zur Diskussion „#HGMneudenken“ geladen.

Die Tagung, die auch via Livestream zugänglich ist, startet am Donnerstag um 16 Uhr. Auf dem Programm stehen etwa eine Analyse des Rechnungshofberichts durch den Politikwissenschafter Sebastian Reinfeldt, eine Diskussion mit u.a. dem Kunsthistoriker Gottfried Fliedl, der politischen Bildnerin und Rechtsextremismusexpertin Judith Götz und der Kunst- und Kulturwissenschaftlerin Nora Sternfeld sowie der Film „Marokkanerturm und Ruhmeshalle. Ein Manöver aus der Provinz“ von Matthias Breit. Tags darauf fragen sich u.a. Heidemarie Uhl und Eva Blimlinger: „Was kommt nach der Ausstellung ‚Republik und Diktatur?‘“. Die Schau wurde von der Expertenkommission rund um Museumsbund-Präsident Wolfgang Muchitsch als „nicht mehr zeitgemäß und insgesamt unzureichend“ bezeichnet.

Muchitsch nimmt schließlich auch an der letzten Diskussion Teil, die sich einem möglichen Leitbildprozess für das HGM widmet. Mit ihm diskutieren unter anderen der Historiker Dieter-Anton Binder, die Judaistin und Kunstwissenschaftlerin Felicitas Heimann-Jelinek und der Publizist Martin Fritz.

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